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Normale Version: LP21 Gesundheitswarnung – weitere Zunahme von Ritalin-Kindern
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Die Studie „Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen im Kanton Zürich“ der „Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften“, Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften vom November 2014 weist darauf hin, dass die auslösenden Faktoren von ADHS vermehrt in den Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien gesucht werden müssten. Deshalb müsse für die Etablierung einer Diagnose oder die Planung einer Intervention immer auch die Umwelt (Situationen zu Hause, in der Schule usw.) der Kinder berücksichtigt und untersucht werden.

Das Informationsbulletin der „Schweizerischen Vereinigung Eltern gegen Drogen“ und des „Dachverbandes Drogenabstinenz Schweiz“ vom März 2016 macht folgende Veränderungen durch die Schulreformen für die starke Zunahme von ADHS- und Ritalin-Kindern verantwortlich:

Die Überforderung der meisten Vierjährigen durch die Einführung des obligatorischen Kindergartens und gleichzeitig des Blockunterrichts (vier Lektionen pro Morgen) sowie der Zwang eines festen Stundenplans und schulähnlichem Lernens anhand von Arbeitsblättern usw. führe zu Entwicklungsdefiziten. Als grosser Fehler wird die Integration aller Kinder in Regelklassen angesehen, weil dadurch eine grosse Unruhe in die Schulzimmer gekommen ist, was zu einer Überforderung leistungsschwacher, fremdsprachiger oder verhaltensauffälliger Kinder und deren Lehrer führt. Der deshalb zunehmend in Anspruch genommene Förderunterricht findet während der regulären Unterrichtszeit statt, wobei diese Kinder den Unterrichtsstoff der Regelklasse verpassen. In einem solchen Umfeld wird die Konzentrationsfähigkeit der Kinder durch die Unruhe überstrapaziert und gute Schulleistungen sind schwierig zu erbringen.

Nicht genug damit, wurden auch noch zwei Frühsprachen mit einer fragwürdigen Didaktik gegen die kritischen Stimmen von Lehrpersonen, Pädagogen und Sprachwissenschaftlern eingeführt, um die Kinder in ein Sprachbad einzutauchen. Das Bad ist so gross wie ein See und die Kinder als Nichtschwimmer erhalten keine Schwimmhilfen (Rechtschreibung, Grammatik oder Wörtlilernen). Diese verfehlte Methode ist eine Nachahmung des Sprachenlernens in einem fremdsprachigen Gebiet oder in einer fremdsprachigen Familie, wo Kinder 40% pro Tag diese Fremdsprache hören und sprechen.

Alle diese Reformelemente sollen mit dem Lehrplan 21 gesetzlich zementiert werden und dazu sollen Unterricht und Lehrer abgeschafft sowie individualisiertes und selbstgesteuertes Lernen obligatorisch werden, in welchem leistungsschwächere Kinder die grossen Verlierer sein werden. Werden in der Volksschule diese unsinnigen Reformen und der Lehrplan 21 nicht umgehend gestoppt und der Unterricht den Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst, muss mit einer weiteren massiven Zunahme von sogenannten ADHS- oder Ritalin-Kindern gerechnet werden.