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Normale Version: Leserbrief von Dani Kachel: "Eine falsche Einschätzung"
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Frühfranzösisch: Kantone stehen mit Widerstand alleine da, TA vom 7.10.16

Eine falsche Einschätzung

Lehrer plädieren also für Frühfranzösisch - ist das so? Dass für die Lehrer Eingriffe in die kantonale Bildungshoheit angezeigt seien, muss heftig infrage gestellt werden. Die vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) unterstützte Sprachenstreit-Kompromisslösung ist eine reine Scheinlösung: Anstelle einer Entlastung für die überforderten Schülerinnen und Schüler bringt sie nämlich noch mehr Unruhe in die kantonalen Schulsysteme. Und: Das konzeptlose Irren in der Sprachenfrage geht weiter. Pädagogische Argumente werden aktuell unter den Tisch gewischt. Diese dritte, vom LCH bevorzugte Variante des Bundesrates soll - gemäss Berichterstattungen - den Lehrpersonen bei der Umsetzung in der Praxis entgegenkommen. Die Kantone fänden bei der Umsetzung rasch überzeugende Lösungen. Da liegt wohl nicht nur der LCH mit seiner Einschätzung gewaltig daneben, wird doch die Fremdspracheninitiative im Kanton Zürich von einer grossen Mehrheit der Lehrerschaft befürwortet.

Dani Kachel, Illnau (Präsident der Sekundarlehrkräfte Kanton Zürich)