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  Volksschuldampfer steuert auf einen Eisberg zu
Geschrieben von: Schulpfleger - 05-28-2018, 07:54 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

LESERBRIEF
(«Schüler sind nicht dumm», Tages-Anzeiger 26.5.2018 von Allan Guggenbühl)

Guggenbühl beschreibt, empirisch fundiert, die Spitze des Reformeisberges, auf den unser Volksschuldampfer unaufhaltsam und blindlings hinsteuert. Kapitäne und Steuerfrauen, die vor dem Unheil warnen, werden vorsorglich durch Leuchtturmwärter ersetzt. Der verhängnisvolle Kurs wurde von der D-EDK und ihren sechs Kompetenz-, Gender- und Reformexperten in den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ von 2006 bis 2010 mit dem OECD-Kompetenzdiktat nach Weinert festgeschrieben. Wie Guggenbühl feststellt, schlafen die Passagiere im Vertrauen auf die Steuermannschaft immer noch. Es bleibt nicht mehr viel Zeit für die Betroffenen, um aufzuwachen und das Steuer wieder an sich zu reissen.

KOMMENTAR
Das ganzseitiges Interview mit dem bekannten Psychologen Allan Guggenbühl ist eine beeindruckende Abrechnung mit dem verfehlten LP 21 und dem durch diesen verursachten falschen Weg der heutigen, verbürokratisierten Schule!
Es muss nun niemand mehr behaupten, dass die meisten der vielen gescheiten Leute im Schulsektor landauf, landab nicht auch sehen, dass dieser Klamauk um die sogenannten Kompetenzen mit dem LP 21 die Schule überhaupt nicht weiter bringt, sondern ihr Niveau rasch und gründlich senkt und bei den Kindern einen Scherbenhaufen hinterlassen wird. Nur wagen es die wenigsten, sich öffentlich dagegenzuwenden. Sie haben schlicht Angst oder sehen eine Gefährdung ihrer Karriere, wenn sie ehrlich Stellung beziehen würden.
Allan Guggenbühl jedoch zeigt Rückgrat und hat Mut, gegen den Strom zu schwimmen und Klartext zu reden.
Diese Tagi-Seite sollte als Pflichtlektüre in allen Haushalten gelesen werden und in allen Lehrerzimmern an bester Stelle am Anschlagbrett aushangen.

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  Schulpfleger, Schulleiter und Lehrer aufgepasst!
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-25-2018, 07:21 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

"Breites Methodenrepertoire, damit Schüler nicht chronisch um Lernchancen betrogen werden"

Schulpfleger, Schulleiter und Lehrer aufgepasst!

Der Klassenunterricht (abwertend als Frontalunterricht bezeichnet, um Reformen zum Durchbruch  zu verhelfen) kann mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ des Lehrplans 21 nicht ersetzt werden. Er ist für die Einführung des Stoffs und zum Legen der Grundlagen unverzichtbar. Was jeder erfahrene Lehrer weiss, wird auch durch folgende Experten-Zitate abgestützt:

«Heute ist man kaum mehr der Ansicht, dass offener Unterricht und Wochenplanarbeit eine flächendeckend zu praktizierende Methode ist», sagt Anton Strittmatter, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Dachverbands Schweizer Lehrer und Lehrerinnen (LCH), «es muss ein breites Methodenrepertoire gespielt werden, damit nicht chronisch eine Gruppe von Schülern um ihre Lernchancen betrogen wird.»

Pädagogik-Experte Bütikofer ergänzt: «Um einen Stoff einzuführen und einen Boden zu legen, eignet sich Frontal-Unterricht oft sehr gut.» Vertiefen und üben wiederum können die Kinder jedoch mithilfe eines Wochenplans.

Quelle: Wir Eltern: Lehrplan 21-Tränen nach Plan https://www.wireltern.ch/artikel/traenen-nach-plan

Anton Strittmatter war Mitglied des sechsköpfigen Projektteams aus Gender-, Kompetenz- und Reformexperten, das von 2006 bis 2010 unter Geheimhaltung die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ auf die OECD-Kompetenzorientierung mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ auf der „Unterrichts“ebene ausgerichtet hat. Der sogenannte Wochenplan entspricht weitgehend dem „selbstgesteuerten Lernen“ im Lehrplan 21.


Gesundheit in Gefahr - Lehrer klagen über zu viel Lärm im Klassenzimmer
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/gesundheit-in-gefahr-lehrer-klagen-ueber-zu-viel-laerm-in-klassenzimmern-132461964

Bei einem gut geführten Klassenunterricht in einer möglichst homogenen Klasse gibt es keinen Lärm. Leider wurde mit den vielen Reformen inklusive Lehrerausbildung alles gemacht, um diese bewährte Klassenführung zu sabotieren: Diffamierung des Klassenunterrichts als Frontalunterricht, Totalintegration, altersgemischte Klassen, selbstgesteuertes Lernen, Lernlandschaften, künstliche Heterogenität, Abschaffung der Kleinklassen, Teamteaching, Reduzierung der Milizschulbehörde, Schulleiter, Mitarbeiterbeurteilung zur Methodensteuerung, Tagesschule usw. Deshalb darf es nicht verwundern, dass der Lärmpegel gestiegen ist und die Lernatmosphäre beeinträchtigt wird. Anstatt die Reformmängel zu beheben, behilft man sich mit Gehörschützen und Lehrerklagen über zu viel Lärm.

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  Lehrplan 21 und Schuldesaster in Amerika
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-15-2018, 09:45 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Während uns Hiobsbotschaften vom US-Schuldesaster und landesweiten Lehrerstreiks erreichen (NZZ vom 15.4.2018 https://www.nzz.ch/international/rebellische-toene-aus-dem-kernland-ld.1377394), wird bei uns der Lehrplan 21 nach amerikanischem Vorbild bedenkenlos weiter eingeführt.

Seit Jahren löst im Bildungswesen eine Reform die andere ab. Während die Öffentlichkeit mit angeblichem „Reformbedarf“, mit dem man auf „gesellschaftliche Veränderungen“ reagieren will, beschwichtigt wird, finden im Hintergrund tiefgreifende Umwälzungen statt.

Alles begann im Jahr 1961: Damals fand in Washington eine Konferenz der neu gegründeten „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) statt, bestehend aus zwanzig vorwiegend westeuropäischen Ländern. Die erste politische Konferenz der OECD galt dem Thema Bildung. Der Gründungspräsident war ein US-Ökonom und hoher Funktionär der US-Regierung. Das Haupttraktandum dieser Konferenz war ein Totalumbau der nationalen Bildungssysteme.

Die Mitgliedstaaten der OECD wurden aufgefordert, ihre Bildungssysteme nach amerikanischem Vorbild umzubauen. Die europäischen Bildungssysteme waren damals in einem ausgezeichneten Zustand, während das amerikanische Bildungswesen derart am Boden lag, dass die Hälfte der US-Bevölkerung kaum lesen und schreiben konnte. Erstaunlicher Weise gelang es dem Gründungspräsidenten trotz anfänglichem Widerstand der Europäer seine Forderung durchzusetzen.

Das war der Anfang der „Schulreformen“ in Europa. Sie begannen mit der Einführung der nicht mehr gegliederten „Gesamtschulen“ (Einheitsschule) nach amerikanischem Vorbild. Später wurde von der OECD das amerikanische „Kompetenz-Konzept“ übernommen, das 1999 im Auftrag der OECD vom deutschen Psychologen Franz E. Weinert für Europa angepasst wurde. In der EU und in Deutschland wurde die „OECD-Kompetenzorientierung“ ab 2005 („Gesamtschulen“ mit „individualisiertem, selbstgesteuertem Lernen“) eingeführt. In der Schweiz, wo in einzelnen Schulgemeinden seit 1990 mit umstrittenen amerikanischen Reformelementen experimentiert wird, sollen diese nun mit dem „Lehrplan 21“ und seiner „OECD-Kompetenzorientierung“ flächendeckend zementiert werden.

Mit dem neu im Eikos Verlag in Baden (Schweiz) http://www.eikos.ch/index.php/kinder-im-netz-globaler-konzerne.html erschienen Buch „Kinder im Netz globaler Konzerne. Der Lehrplan 21 als Manipulationsinstrument" von Judith Barben ist erstmals ein Aufklärungsbuch erschienen, das die Grundlage für eine verantwortungsvolle und ehrliche Diskussion über die Aufgabe unserer Volksschule bilden soll. Das Buch zeigt auch auf, warum alle Länder nach Umstellung auf die OECD-Kompetenzorientierung im Pisa-Ranking abstürzen. Das spannend zu lesende Buch ist nicht nur für Insider ein Leitfaden zum Verständnis der „reformierten“ Schule, sie bietet besonders auch interessierten Eltern, Grosseltern, Lehrern und Arbeitgebern eine Orientierung, wie diese Entwicklungen einzuordnen sind und wie ihnen begegnet werden kann.

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  "Lehrplan vors Volk" - Medien verbreiten Fake-News
Geschrieben von: Schulpfleger - 02-25-2018, 04:27 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Es sind immer die gleichen Behauptungen oder Falschmeldungen (Fake-News), die von den Medien kolportiert werden:

Fake-News:
„Ein Ja hätte jedoch zur Folge, dass künftig Politiker die Schulinhalte bestimmen und nicht die, die sich im Bildungswesen auskennen und tagtäglich im Klassenzimmer stehen“. „Das neunköpfige Gremium ist entgegen der Behauptung der Initianten nicht mit Theoretikern bestückt“. „Wenn nun künftig der Kantonsrat mitbestimmen würde, droht das ausgewogene Konstrukt Lehrplan von pädagogischen Laien in seine Einzelteile zerlegt zu werden.“

Zweifach falsch, richtig ist:
1. Das Parlament würde die vom Bildungsrat erarbeiteten Lehrpläne genehmigen oder zurück weisen. 2. Von 9 Mitgliedern des Zürcher Bildungsrates sind nur 2 Volksschullehrer. Diese Minderheit wird kaum die Schulinhalte bestimmen können. Schon gar nicht, wenn der Lehrplan von der OECD-Agenda bestimmt wird.

Fake-News: „Unbestritten ist, dass die aktuelle Version aus dem Jahr 1991 den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.“ „Die Schule wird mit dem neuen Lehrplan nicht auf den Kopf gestellt. Vieles bleibt gleich.“

Richtig ist: Der Lehrplan 21 ist „ein Paradigmawechsel, Reformbaustein und Teil eines Programms zur grundlegenden Umgestaltung der Steuerung im Bildungswesen“. "Dieser Paradigmenwechsel wird die Schule, den Unterricht und den Lehrberuf massiv verändern."  (Konsultationsantwort Dachverband der Schweizer Lehrer LCH, 2013). Er wendet sich völlig vom bewährten Schweizer Bildungssystem ab und übernimmt die fremdgesteuerte „Kompetenzorientierung“ der OECD (Weinert OECD 1999). Diejenigen Staaten, die die OECD-Kompetenzorientierung bereits übernommen haben, stürzen seither im Pisa-Ranking ab.

Fake-News: „Darin wird der Mint-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) gestärkt und mit dem neuen Fach Medien und IT dem technologischen Wandel Rechnung getragen“.

Richtig ist: Die „Kompetenzorientierung" auf der „Unterrichts“ebene ist das „selbstgesteuerte Lernen“. Weil die Schüler damit das „Rad selber neu erfinden müssen“, findet ein dramatischer Wissens- und Bildungsabbau in allen Fächern statt. „Sammelfächer“, „Zyklen“ statt Jahrgangsziele und „selbstgesteuertes Lernen“ führen dazu, dass weder Lernbegleiter noch Eltern wissen, wo die Kinder gerade stehen und wie ihr Leistungsstand in den einzelnen Fächer ist. Mit dem wirkungsschwachen Frühsprachenunterricht verheizen wir potenzielle Mint-Leute schon in der Primarschule. All den Kindern, die in diesen Fächern begabt sind, wird mit der starken Gewichtung auf die sprachlichen Fächer der Karriereweg in die Mint-Berufe erschwert.

Fake-News: „Der Lehrplan entstand im Auftrag des Volkes mit dem Bildungsartikel von 2006 zur Harmonisierung in der Bundesverfassung“. BD Steiner: „Die Volksschule ist schon demokratisiert. Der Lehrplan wird nach demokratischen Grundsätzen erarbeitet“.

Richtig ist: Der Bildungsartikel legt nur die Harmonisierung der Ziele und nicht der Inhalte und Lehrpläne fest, weil letztere zur Kantonalen Bildungshoheit gehören. Der Lehrplan 21 entstand nicht durch Harmonisierung mit Anpassung der kantonalen Lehrpläne, sondern es wurde das völlig fremdartige Konzept der „Kompetenzorientierung“ von der OECD übernommen. Die D-EDK hat mit einer „Verwaltungsvereinbarung“ als gesetzliche Grundlage für den Lehrplan 21, verhindert dass die kantonalen Parlamente und das Volk direkt über den Lehrplan 21 abstimmen können. Das demokratisch nicht legitimierte Laiengremium der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz D-EDK wurde gemäss ihrem Präsidenten Schleiss dazu geschaffen, um den Lehrplan 21 top-down, an Volk und Kantonsparlamenten vorbei, einführen zu können.

Hans Zbinden SP, Vater des Bildungsartikels: „Er stelle fest, dass der Lehrplan 21 die Grundidee der Bildungsverfassung nicht erfasst habe. Dieser müsste den Kantonen lediglich einen Rahmen liefern, das heisst zugeschnittene Lösungen ermöglichen. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) habe aber leider den Top-Down-Ansatz gewählt. (Solothurner Zeitung 6.11.2015)

Fake-News:
„Über zehn Jahre haben Bildungsexperten am neuen Lehrplan gefeilt“. „Bei der Erarbeitung des Lehrplans haben sie Lehrpersonen einbezogen und eine breite Vernehmlassung durchgeführt“.

Richtig ist: Ab 2006 hat ein 6köpfiges Projektteam mit Gender-, Kompetenz- und Schulreformexperten die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ hinter verschlossenen Türen erstellt. Die erst 2010 zur Ausarbeitung des Lehrplans hinzugezogenen 45 Lehrer und 45 PH-Dozenten mussten aufgrund dieser Grundlagen den Lehrplan unter Geheimhaltung in anfänglich über 4000 Kompetenzschritte aufbauen. Es fand keine breite Vernehmlassung bei Lehrer und Bevölkerung statt, sondern nur eine Konsultation bei ausgewählten Wirtschafts-, Lehrer- und sonstigen Verbandsspitzen (die Kinderärzte waren zum Beispiel nicht dabei).

Fake-News: „Die Folge [einer Annahme der Volksinitiative] wären nicht nur hohe Kosten“. „Es entstünde auch eine grosse Verunsicherung in den Schulen und unter den Lehrpersonen“.

Richtig ist: Die hohen Kosten entstehen einerseits dadurch, dass Reformelemente des Lehrplan 21 schon seit Jahren heimlich in der Volksschule eingeführt wurden (Salamitaktik) sowie mit der durch die „Kompetenzorientierung“ notwendigen grösseren Schulräume („Lernlandschaften“, „altersgemischtes Lernen“ bei „Zyklen“ mit 4 Jahrgängen usw.) und durch das „selbstgesteuerte, individualisierte Lernen“ erforderliche Digitalisierung (Computer, Tablets) ab Kindergarten sowie die Herstellung Lehrplan 21-kompatibler Lehrmittel für das „selbstgesteuerte Lernen“.
Unruhe und Verunsicherung ist in den Schulen durch die seit Jahrzehnten andauernde Reformitis entstanden (gescheiterte Frühfremdsprachen, selbstgesteuerter „Wochenplan“, umstrittenes altersgemisches Lernen usw.)

Fake-News: Amsler, Präsident D-EDK: „Die Methodenfreiheit ist gewährleistet“.

Richtig ist: Mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ und den LP21-kompatiblen Lehrmitteln wird der Lehrer aus dem Lernprozess gedrängt und zum „Lernbegleiter“ degradiert. Ausserdem verbietet die mit der Kompetenzorientierung verbundene Theorie des Konstruktivismus dem Lehrer zu unterrichten, zu motivieren, zu erziehen und zu erklären, weil dadurch die das Erlernte sonst nicht mehr „authentisch“ sei. De facto haben wir bereits heute schon keine Methodenfreiheit mehr. Immer wenn ein Schulhaus auf "altersgemischtes oder selbstgesteuertes Lernen" umgestellt hat, mussten Lehrer, die das nicht wollten, eine andere Stelle suchen, selbst wenn sie kurz vor der Pensionierung standen.

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  Antwort des LCH zur Konsultation des Lehrplans 21
Geschrieben von: Schulpfleger - 02-18-2018, 12:38 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Zur Erinnerung !

ANTWORT DES LCH ZUR KONSULTATION LEHRPLAN 21 DER D-EDK 2013
Der LCH vertritt mit seinen 33 Mitgliedsorganisationen (MO LCH) ca. 50'000 Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen.

(Auswahl)

DER VERFASSUNGSAUFTRAG WIRD NUR TEILWEISE  ERFÜLLT
Der Lehrplan 21 ist zusammen mit den nationalen Bildungsstandards und dem Sprachenkonzept die  Antwort der Kantone auf den seit 2006 bestehenden Verfassungsauftrag zur Schulharmonisierung.  Dieser Auftrag  wird trotz der Behauptung der Kantone, der Lehrplan sei ein Harmonisierungsprojekt und keine Reform,  mit dem Lehrplan nur teilweise erfüllt.

DER LEHRPLAN IST TEIL EINES PARADIGMENWECHSELS UND DAMIT EIN REFORMBAUSTEIN
Die Politik behauptet, der Lehrplan 21 sei „keine Schulreform“ und „kein Paradigmenwechsel“. Genau das ist er aber: Er ist Teil eines Programms zur grundlegenden Umgestaltung der Steuerung im Bildungswesen.

Für den Wirtschaftsverband economiesuisse gilt: „Vergleichbarkeit ist Grundvor aus setzung für ein Bildungsmonitoring und die Möglichkeit, dass Schule n von den Besten lernen können.“

Und Urs Moser, Testhersteller an der Uni Zürich meint:  „ Mit dem Lehrplan 21 werden Kompetenzen in Stufen zerlegt, von einfach bis schwierig sortiert sowie mit Beschreibungen von möglichst konkreten Leistungsanforderungen und Aufgabenbeispielen illustriert. (...) Ein solches Instrument bildet letztlich die Grundlage für die Überprüfung der nationalen Bildungsziele à la Pisa. (. ..) Sofern sich Förderkonzepte und Leistungsorientierung in Zukunft tatsächlich einer Wirkungskontrolle stellen wollen, führt kein Weg an der Kompetenzorientierung vorbei.“ Dieser Paradigmenwechsel wird die Schule , den Unterricht und den Lehrberuf massiv  verändern. Die Schulen verlieren wesentliche Kompetenzen zur Definition ihrer Qualität an externe Expertensysteme.

Die „Methodenfreiheit“ der Lehrpersonen wird stark relativiert.
Denn die Kompetenz - und Handlungsorientierung sowie die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse (u.a. J. Hattie) erfordern bestimmte Anforderungen  an die Unterrichtsgestaltung und eine anspruchsvollere Beurteilung (vgl. Kap. Unterricht) .

• „Wenn mit der Kompetenzorientierung vor allem gemeint ist, eine genauere Messbarkeit des „Bildungserfolgs“ zu suggerieren oder die Vergleichbarkeit aller Outputs zu erhöhen, dann wird der Begriff aus pädagogischer Sicht unakzeptabel.

• „Ausserdem schreibt der Lehrplan zu detailliert vor, was die Lehrpersonen erreichen müssen. Natürlich lässt sich die Schule so besser steuern. Die Qualität von Unterricht wird so aber nicht per se besser.“

Erwähnt werden muss zudem, dass der vorliegende Lehrplan nicht alle Aufgaben der Schule beschreibt und somit nicht als Schulauftrag verstanden werden kann.


Auch wenn der LCH später (2014) schreibt "wesentliche Anliegen" seinen berücksichtigt worden, kann da nicht die OECD-Kompetenzorientierung nach Weinert und die in diesem Zusammenhang ("selbstgesteuertes Lernen") stark relativierte Methodenfreiheit oder der Bildungsabbau durch Zurückdrängung des Wissenserwerb gemeint sein. An den "Grundlagen für den Lehrplan 21" hat sich gar nichts geändert, auch wenn der Lehrplan dünner geworden ist.

Links zu den Originaldokumente „Antwort des LCH zur Konsultation Lehrplan 21 der D-EDK 2013“ und die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ der D-EDK von 2010:

https://www.lch.ch/fileadmin/files/documents/Medienmitteilungen/131121_LP21_Konsultationsantwort_LCH.pdf
https://www.lehrplan.ch/sites/default/files/Grundlagenbericht.pdf

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  Neues Aufklärungsbuch zum Lehrplan 21
Geschrieben von: Schulpfleger - 02-05-2018, 09:13 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Die Schweizer Volksschule ist ein Erfolgsmodell. Schweizer Schüler schneiden in internationalen Vergleichen immer hervorragend ab. Doch die hohe Bildungsqualität wird durch die ständigen «Schulreformen» seit den 1990er Jahren in Frage gestellt. Das Bildungsniveau ist bereits erheblich gesunken. Am meisten betroffen sind schwächere Schüler.

Mit dem umstrittenen «Lehrplan 21» sollen die fehlgeleiteten «Schulreformen» weiter vorangetrieben werden. Ein dramatischer Stoffabbau und die Auflösung aller bisherigen Strukturen wären die Folgen. Weiter ist die flächendeckende Digitalisierung der Schule geplant. Globalen Konzernen winken Milliardengewinne. Der «Lehrplan 21» erweist sich somit als politisches Steuerungsinstrument im Dienste nicht transparenter Interessen.

Tatsache ist: Der «Lehrplan 21» wurde hinter verschlossenen Türen und ohne demokratischen Auftrag erstellt. Dieses Buch ist ein engagiertes Plädoyer für eine Volksschule, die diesen Namen verdient. Die Schule muss wieder demokratisch abgestützt sein und allen Schülern gleiche Bildungschancen ermöglichen.

Kinder im Netz globaler Konzerne. Der Lehrplan 21 als Manipulationsinstrument

Autorin: Judith Barben, Verlag: Eikos Verlag, Baden 2018

http://www.eikos.ch/index.php/kinder-im-netz-globaler-konzerne.html

Stimmen zu den Themen des Buches:

«Zurzeit gibt es einen unglaublichen Reformdruck im
Bildungswesen […]. Die Entwicklung der letzten Jahre hat
[aber] gezeigt: Die erfolgreichsten Gesellschaften betreiben
eine eher konservative Bildungspolitik."

Konrad Paul Liessmann, Philosophieprofessor, Universität Wien
Tages-Anzeiger, 08.08.2015

«Der Lehrplan 21 ist das jüngste Beispiel für ein unzureichend
legitimiertes Reformprojekt, dessen Scheitern absehbar ist.»

Professor Walter Herzog, Erziehungswissenschaftler, Universität Bern
Referat in Luzern, 07.01.2014

«Der Lehrplan 21 atmet einen unseligen Geist.» – «Ich würde
die Übung abblasen. Es macht keinen Sinn, etwas Schlechtes
umzusetzen, nur weil es viel gekostet hat.»

Mathias Binswanger, Ökonomieprofessor, Universität St. Gallen
und Fachhochschule Nordwestschweiz
Neue Luzerner Zeitung, 18.10.2014

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  Nazi-Jargon in der Schulreformdebatte
Geschrieben von: Schulpfleger - 01-29-2018, 08:49 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Die Verunglimpfung des Klassenunterrichts (oder Vorbereitung zu dessen Abschaffung) begann schon in den 1960er Jahren:


Der Begriff „Frontalunterricht“ wird heute im Bildungswesen allgemein verwendet, wobei den meisten nicht bekannt ist, das damit seit den 1960er Jahren der ursprüngliche Begriff „Klassenunterricht“ verdrängt wurde. Noch weniger bekannt ist, dass dieser Begriff von einem deutschen Alt-Nazi kreiert wurde. Der Begriff „Frontalunterricht“ (Nazi-Kriegsjargon in Anlehnung an „Front“) wurde erstmals vom deutschen Reformpädagogen Peter Petersen für den Klassenunterricht verwendet. Jürgen Wiechmann (Jürgen Wiechmann: Frontalunterricht, in: Zwölf Unterrichtsmethoden, Beltz, 2000) hat den Ursprung des Worts Frontalunterricht auf einen Aufsatztitel von Petersen und Petersen (1954) zurückverfolgen können.

Seit den 1960ern wurde der Ausdruck wie selbstverständlich benutzt, zumeist in abwertender Absicht, um die zu bevorzugende Gruppenarbeit und andere offene Unterrichtsformen davon abzuheben (https://de.wikipedia.org/wiki/Klassenunterricht). Weil Peter Petersens Veröffentlichungen während der Zeit des Nationalsozialismus auch rassistische Ansichten enthielten und wegen restaurativer und antisemitischer Äußerungen nach dem Zweiten Weltkrieg, ist er mittlerweile in die Kritik geraten. https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Petersen_(Pädagoge)

In den "Grundlagen für den Lehrplan 21" der D-EDK von 2010 findet man den zentralen Begriff "Klassenunterricht" (oder "Frontalunterricht") als wirksamstes Mittel für den Lernerfolg (Hattie Studie) und Soziales Lernen in der Klassengemeinschaft nirgends. Schulreformer behaupten, mit "Klassenunterricht" könne man keine "Kompetenzen" erwerben. Die "Kompetenzorientierung" (nach Weinert, OECD 1999) auf "Unterrichts"ebene ist das "selbstgesteuerte Lernen", neben dem kein Klassenunterricht mehr möglich ist, weil jeder Schüler mit unterschiedlichem Tempo lernt und die Lernstände immer weiter auseinanderklaffen. "Selbstgesteuertes Lernen" wird von den Reformern auch als "Unterricht ohne zu unterrichten" bezeichnet.

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  Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin EDK scheut demokrat. Auseinandersetzung
Geschrieben von: Lehrer - 01-21-2018, 01:48 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Bildungsdirektorin Steiner warnt an ihrer kürzlichen Pressekonferenz vor Kritikern und Andersdenkenden bezüglich des auf dem Amtsweg verordneten Lehrplans 21 und äussert die absurde Behauptung, die Stabilität der Schule sei in Gefahr, falls der Lehrplan nicht wie vorgesehen ab kommendem Schuljahr umgesetzt werde. Ist das alles, was sie anstelle von Sachargumenten den sehr wohl begründeten Vorbehalten zum umstrittenen Lehrplan 21 entgegenhalten kann? Wen soll denn das jetzt überzeugen? Frau Steiner behauptet, dank der Umgehung einer Volksabstimmung verhindere sie ein Zerreden, dass nicht ein Hüst und Hott im Bildungsbereich entstehe und nicht alles in der Schule auf den Kopf gestellt werde. Sie verschweigt (im Gegensatz zur Ihrer Vorgängerin Aeppli) aber grosszügig, dass in Tat und Wahrheit genau der vorgesehene Lehrplan 21 mit Abstand die einschneidendste und grösste je vorgenommene Umwälzung in der Geschichte der Zürcher Volksschule bringen und tatsächlich alles Bisherige ziemlich radikal auf den Kopf stellen wird!

Wenn Frau Steiner und ihr Umfeld so sicher sind, dass sie eine gute Vorlage kreiert haben: Wieso freut sich denn niemand von unseren Bildungsbehörden auf eine anständige und demokratiewürdige öffentliche Auseinandersetzung, wie es in unserer demokratischen Kultur bei wichtigen Vorlagen üblich ist, wo gute Sachargumente überzeugen sollen und wo mit einer ehrlichen Volksbefragung das betroffene und letztlich finanzierende Stimmvolk ernst genommen wird? Volksschule heisst nicht nur: Schule fürs Volk. Es heisst auch: Schule des Volkes! Es ist wichtig, dass wir gerade auch im Schulbereich und zum Wohle unserer Kinder mitbestimmen können. Darum jetzt erst recht am 4. März ein überzeugtes Ja in die Wahlurne einlegen zur Mitbestimmungsinitiative im Schulbereich!

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  Zürcher Regierungsrätin verweigert öffentl. Sachdiskussion zum Lehrplan 21
Geschrieben von: Lehrer - 01-21-2018, 01:44 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Über SRF dürfen wir abstimmen oder auch etwa über die Armee, aber nur nicht über die Bildung. Zum Lehrplan 21 verweigert die Zürcher Bildungsdirektorin Steiner jegliche öffentliche Sachdiskussion, obwohl schon ihre Vorgängerin Aeppli zugegeben hat, dass damit eine tiefgreifende und umfassende Umwälzung in den Schulen verbunden ist. Steiner geht sogar so weit, dass sie explizit vor allen Lehrplan-Kritikern und Andersdenkenden warnt. Ein seltsames Demokratieverständnis! Was darf denn keinesfalls publik werden? Offensichtlich ist doch viel dran an den gut begründeten Vorbehalten zum Lehrplan 21. Jetzt erst recht am 4. März ein überzeugtes Ja zur Mitbestimmungsinitiative!

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  Der Lehrplan 21 hat schwerwiegende Folgen
Geschrieben von: Schulpfleger - 01-16-2018, 04:48 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

"Never change a winning horse": Man soll ein erfolgreiches System nicht ändern - oder eben ein Pferd nicht auswechseln -, das sich bewährt hat, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) am 16. Januar anlässlich der Medienkonferenz zur Volksinitiative „Lehrplan vors Volk“.

Trotzdem hat die Erziehungsdirektorenkonferenz von 2006 bis 2010 unter Geheimhaltung die "Grundlagen für den Lehrplan 21" nach Vorgaben der OECD von Kompetenz- und Gender-Ideologen ausarbeiten lassen, mit dem unser bewährtes Volksschulsystem mit unerprobten „neuen“ Lernmethoden („selbstgesteuertes Lernen“, „Kompetenzorientierung“ usw.) an die Wand gefahren werden soll.

In der NZZ vom 30.11.2017 wird darauf hingewiesen, dass der Lehrplan 21 von der OECD fremdgesteuert ist. Zitat: „Den OECD-Experten verdanken wir zum Beispiel das Konzept der Kompetenzorientierung in der Volksschule im Rahmen des Lehrplans 21“. Das Konzept der „Kompetenzorientierung“ mit dem "selbstgesteuerten Lernen" wurde von Experten der OECD (Weinert) entwickelt, die weder die Schweizer Berufslehre noch unser Schulsystem verstanden haben.

In den Millionenteuren Grossraumschulzimmern, die die Gemeinden auf Kosten des Steuerzahlers überall bauen werden müssen, damit die neuen „Lernumgebungen“ für das „selbstgesteuerte Lernen“ eingerichtet werden können, hat nicht einmal jeder Schüler ein eigenes Pult! Lehrer, die keine „Lernumgebungen“ einrichten oder weiterhin den bewährten Klassenuntericht statt „selbstgesteuertes Lernen“ machen wollen, werden abgestraft. Es gibt im Kanton Zürich bereits heute schon Schulleiter, die dazu amerikanische Kontrollinstrumente wie das „Classroom Walkthrough“ anwenden.  

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