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  Stadt Zürich - Ineffektive Sparmassnahme auf dem Buckel der schwächeren Schüler?
Geschrieben von: Schulpfleger - Gestern, 08:19 AM - Forum: Integration - Keine Antworten

(„Lauber scheitert mit Schulreform“, NZZ vom 21. Juni 2017)

Die Einführung einer zentralistischen Schulpflege ist im Gemeinderat der Stadt Zürich gescheitert, als "schwarzer Peter" und "Reförmli" soll jedoch die "Schulkomission für Sonderschulen und Therapien" abgeschafft werden. Gleichzeitig wurde der Kindergarten  aus  der Gemeindeordnung gestrichen, obwohl die Stimmbürger des Kantons Zürich im Jahr 2012 mit 71% Ja für die Beibehaltung des Kindergartens und gegen die Grundstufe gestimmt haben. Offenbar soll hier ein Volksentscheid zugunsten des umstrittenen Lehrplan 21 mit seinen, eine Harmonisierung verhindernden, Mehrjahres-Zyklen (statt Jahresziele) umgestossen werden. Im November 2017 hat das Stimmvolk der Stadt Zürich das letzte Wort.

Der demokratischen Schulkommission für Sonderschulen und Therapien der Stadt Zürich wird u.a. der Vorwurf gemacht, sie würde den „Geist der Separation“ verkörpern. Tatsächlich weisen internationale Wirkungsstudien nach, dass die Therapien (Logopädie, Psychomotorik und Psychotherapie) u.a. über 70% der Sprachstörungen zu 100% beheben können* (die restlichen immerhin teilweise), womit die Kinder voll in der Regelschule integriert sind und mit den Gleichaltrigen mithalten können. Die Abschaffung der Schulkommission als Aufsichtsorgan des Gemeinderates, lässt befürchten, dass nach der Sonderschule auch die Therapien der Total-Integration zum Opfer fallen könnten. „Integrierte Therapien“ sind jedoch keine Therapien mehr und deshalb wenig erfolgswirksam. Der erwähnte Bericht der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young lässt darauf schliessen, dass es einmal mehr um eine ineffektive Sparmassnahme auf dem Buckel der schwächeren Schüler geht. Dabei zeigt die Statistik, dass die Anzahl Therapiekinder seit 2008, als die Schule die IV-Kinder übernehmen musste, mit 5% der Schüler immer gleich hoch geblieben ist.

Peter Aebersold, Mitglied der Geschäftsleitung der Schulkommission für Sonderschulen und Therapien der Stadt Zürich

* Dr. Barbara Müller Gächter, langjährige Logopädin SAL: „Selbst bei einer so extrem schwierigen Störung wie bei einer verbalen Dyspraxie* ist der Erfolg gegeben, aber nur dann, wenn Einzelbehandlung gewährleistet ist.“ *https://de.wikipedia.org/wiki/Verbale_Entwicklungsdyspraxie

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  Inklusion, verdeckte Sparmassnahme auf dem Buckel der Behinderten?
Geschrieben von: Schulpfleger - Gestern, 07:55 AM - Forum: Integration - Keine Antworten

("Stadt Bern fordert vom Kanton mehr Einsatz für inklusive Schule", Berner Zeitung vom 22. Juni 2017)

„Unter dem Dach der Volksschule“ haben auch Sonderschulen und Kleinklassen Platz, die behindertengerechter als eine Regelklasse geführt werden können. Die Vertreter der Total-Integration/Inklusion beziehen sich gerne auf die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die UN-Konvention verlangt, dass die Staaten „Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden dürfen“. Das heisst, dass sie behinderte Kinder wie die übrigen Kinder (gratis) unter dem Dach der Volksschule beschulen, aber nicht, dass Länder - wie die Schweiz -, die bereits  spezielle Fachleute und Einrichtungen (Sonderschulen, Kleinklassen usw.) über die UN-Konvention hinaus haben, nun diese (aus Spar- oder ideologischen Gründen) abschaffen, auf das tiefe globale Niveau herunterfahren und unbesehen in Einheitsklassen (Regelklassen) integrieren.

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  Lehrplan 21 und Passepartout-Strategie
Geschrieben von: Schulpfleger - 05-09-2017, 11:58 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Die Passepartout-Strategie wurde mit einem Staatsvertrag der Kantone BE, BL, BS, SO, FR, VS im Jahr 2006 beschlossen.
Experten für "Kompetenzorientierung" begannen 2006 mit der Arbeit an den „Grundlagen für den Lehrplan 21“. Die theoretische Grundlage der "Kompetenzorientierung" nach Weinert ist der "Konstruktivismus".

Die Passepartout-Lehrmittel heissen «Mille feuilles» (Primarstufe) sowie «Clin d’oeil» (Sek I) für das Französisch und «New World» (Primar und Sek I) für das Englisch. Die neuen Lehrmittel sind allesamt Einweglehrmittel. Das Französisch-Lehrmittel ist deshalb 11 mal teurer als das Vorgängerlehrmittel «envol» (bei einer angenommenen 6-jährigen Gebrauchsdauer von «envol»). Über alle sechs Kantone hinweg dürfte die 100-Millionen-Grenze aller Wahrscheinlichkeit nach weit überschritten werden, weil die umstrittenen Lehrmittel bzw. Lernmittel jetzt nachbearbeitet werden müssen.  

Mille feuilles ist von seiner konstruktivistischen Definition her ein "Selbstlernbuch". Im Didaktischen Handbuch von Mille feuilles steht folgendes (http://www.1000feuilles.ch/platform/con ... ndbuch.pdf):

"Die Begriffe Konstruktivismus und konstruktivistisches Lernen spielen in der fremdsprachendidaktischen Diskussion seit einem Jahrzehnt eine wichtige Rolle. Auch die Entwicklung von Mille Feuilles ist in hohem Masse dem konstruktivistischen Verständnis von Lernen verpflichtet. Der Konstruktivismus ist die eigentliche theoretische Grundlage dieses Unterrichtsmaterials; deshalb ist eine intensive Beschäftigung mit dem Gedankengut dieses philosophischen, psychologischen und lerntheoretischen Ansatzes wichtig". (Seite 16)

"Lernprozesse können nur gelingen, wenn der Lernende bereit ist, das eigene Lernen verantwortlich in die Hand zu nehmen. Mit der Eigenverantwortlichkeit verbindet sich die Selbstorganisation. Lernprozesse können nur dann erfolgreich sein, wenn sie vom Lernenden selbstständig organisiert werden. Die konstruktivistisch orientierte Pädagogik fordert, die Fähigkeit zur Selbstorganisation im Unterricht zu thematisieren und den Lernenden damit autonomer zu machen".
"Denn um eine reiche Lernumgebung im Klassenzimmer aufzubauen, sind unterschiedliche Lernangebote erforderlich, die neben Texten auch Bilder, Audio und Video anbieten und durch Internetzugänge das eigene Recherchieren ermöglichen". (Seite 18/19)

Welche Beziehung besteht zwischen der konstruktivistischen Lerntheorie und der Kompetenzorientierung?
Dr. Markus Steinert und Thomas Felsenstein Peutinger-Gymnasium Augsburg
 
„Kompetenzorientierung entstand aus der durch die PISA-Studien [der OECD] gewonnenen Erkenntnis, dass das an den Schulen vermittelte Wissen oft „träges Wissen“ war, da es ohne Anwendungsbezug blieb. Besonders die konstruktivistische Überzeugung, dass Wissen nicht vom Lehrer zum Schüler „übertragen“ werden kann, sondern von diesem möglichst selbsttätig angeeignet werden muss, veränderte zwangsläufig den Blick auf den Unterricht: Das Ziel konnte nun nicht mehr sein, vom Lehrer definierte und einfach abprüfbare „Lernziele“ zu vermitteln, es ging vor allem darum, die Schüler durch geeignete Methoden in die Lage zu versetzen, sich neues Wissen [selbst] aneignen“.
 
„In diesem Verständnis vom Ziel des Unterrichts treffen sich Konstruktivismus und Kompetenzorientierung. Wichtig ist dabei aber zu erkennen, dass zwar der Konstruktivismus notwendig zu einem kompetenzorientierten Unterricht führt, Kompetenzorientierung dagegen, trotz ihrer theoretischen Wurzeln im Konstruktivismus, in der Unterrichtspraxis die konstruktivistische Lerntheorie nicht unbedingt voraussetzt“.
 

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  Lehrplan 21 – Kritik aus linker und linksliberaler Sicht
Geschrieben von: Schulpfleger - 05-06-2017, 11:38 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Der Lehrplan 21 sei keineswegs ein progressives Projekt, sondern trage eher reaktionäre und technokratische Züge, so die Broschüre „Einspruch“ (4. Auflage, 2016). Die Autoren, linke und linksliberale Professoren, Lehrer, Wissenschaftler, Kulturschaffende und Eltern, sind alarmiert über eine Entwicklung der Volksschule, von der sie überzeugt sind, dass sie falsch ist. Sie sehen die radikalen Reformen um Harmos, Lehrplan 21 und Frühsprachenkonzept, die in der Lehrplan 21-Reform kulminieren, als „Steuerungsversuch“ und Etablierung einer flächendeckenden „Testkultur“ (Outputorientierung, Normierung, Standardisierung) in unserer Volksschule.

Das zentrale Konzept der Grundlagen für  den Lehrplan 21 mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ als „Kompetenzorientierung“ auf der Unterrichtsebene sehen sie als Widerspruch zu einer kindgerechten Schule: „Wer will, dass in unseren öffentlichen Schulen alle Kinder, auch diejenigen aus unterprivilegierten Schichten, faire Chancen erhalten, muss ihnen einen Unterricht bieten, in dem der Schüler nicht sich selbst überlassen wird, in dem Lehrer und Schüler Beziehungen aufbauen können.“

Für Pädagogikprofessor Reichenbach ist klar: „Es gibt keine guten Schulen ohne gute Lehrpersonen. Und diese Lehrpersonen müssen den Schülerinnen und Schülern klar machen: Erstens: Was du hier lernst, ist wirklich wichtig. Zweitens: Mir ist es ein Anliegen, dass du das lernst. Drittens: Ich glaube fest daran, dass du das schaffst. Und viertens: Ich werde dir dabei helfen und dich unterstützen“.
Das könnte der „Lernbegleiter“ auch, aber er darf nicht, weil es nicht zu seinen Aufgaben gehört. Das hängt mit den theoretischen Grundlagen der „Kompetenzorientierung“, dem sogenannten „Konstruktivismus“ zusammen. Lernen ist nach dieser Theorie nur dann „authentisch“ und "entdeckend", das heisst wirklich „selbstbestimmt“ oder „selbstgesteuert“, wenn der „Lernbegleiter“ nicht in den Lernprozess eingreift. Der Lernbegleiter darf begleiten, beobachten, beschreiben und bewerten. Aber er darf nicht unterrichten, erklären, motivieren und erziehen (Peter Fratton et al.), weil er dann in den Lernprozess eingreifen würde. Der Wissenstransfer erfolgt nicht über den Lernbegleiter, sondern direkt von den LP21-kompatiblen Selbstlern-Lernbüchern, Tablets, Computerprogrammen und Videofilmchen. „Lernbegleiter“ ist deshalb nicht bloss eine Namensänderung, sondern ein anderer Beruf. Gemäss John Hattie (Buch „Visible Learning“, Seite 32) ist der Konstruktivismus „aber fast genau das Gegenteil eines erfolgreichen Rezepts für Lehren und Lernen“.

Die Autoren monieren, dass die Schule kein Wirtschaftsbetrieb ist, sondern ein Service public und die Grundlage für Bestand und Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens. Harmos und Lehrplan 21 würden dagegen zu einer reduktionistischen, utilitaristischen Realität von Schule, zu einem Paradigmawechsel im gesamten Unterricht, Fachlichkeit, Lehrerbildung und Schulaufsicht führen.

Für die Politologin Regula Stämpfli sollen „mit dem Lehrplan 21 Gesinnungssoldaten für kostensparende Untertanenideologie aufgezogen werden“. Der Kinderarzt Remo Largo meint: „Es ist höchste Zeit für das Eingeständnis, dass wir einen kostspieligen und nicht kindgerechten pädagogischen Irrweg eingeschlagen haben“. Der Lehrer und Künstler Ruedy Schwyn: „Entgegen den Erwartungen der Wirtschaft wird HarmoS nicht zu einer Effizienzsteigerung in den Schulen führen, sondern über die Standardisierung der Kompetenzen zu einer Monokultur des Denkens und damit zu einer Verarmung der Kreativität“.

Der Vater des Bildungsartikels von 2006, alt NR Hans Zbinden SP, kritisierte den Lehrplan 21 in der Solothurner Zeitung vom 6.11.2015: Er stelle fest, dass der Lehrplan 21 die Grundidee der Bildungsverfassung nicht erfasst habe. Dieser müsste den Kantonen lediglich einen Rahmen liefern, das heisst zugeschnittene Lösungen ermöglichen. Und SP-Ständerätin Anita Fetz: „Lasst die Schule in Ruhe! Der Lehrplan 21 ist gescheitert“. (Die Welt, 27.10.2014)

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  Wer will „Kompetenzorientierung“ und „Transnationale Bildung“?
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-30-2017, 08:46 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Die Pisa Resultate zeigen, dass westliche Industrienationen, die auf die „OECD-Kompetenzorientierung“ (siehe „Grundlagen für den Lehrplan 21“) umgestellt haben, seit Jahren abstürzen und trotzdem an der „Kompetenzorientierung“ festhalten. Warum fehlt der politische Wille, das abnehmende Bildungsniveau im Inland zu stoppen und die europäisch-humanistische Bildungstradition vor dem Niedergang zu bewahren? Eine Erklärung dafür bietet die Entwicklung der „Transnationalen Bildung“ TNB (Studentenaustausch, Hochschulgründungen im Ausland, Studienangebote an ausländischen Hochschulen oder Fernstudiengänge).

In den angelsächsischen Ländern (USA, GB, AUS) wurde TNB in den 1990er Jahren mit der neoliberalen Doktrin Milton Friedmans (Chicagoer Schule) als Vehikel eingeführt, um die Privatisierung des Bildungswesens über nationalstaatliche Grenzen hinweg durchsetzen und in neokolonialistischer Manier in wenig „erschlossene“ Märkte eindringen zu können. Das führte zum GATS-Abkommen über die Liberalisierung des Bildungswesens, das auch von der Schweiz unterzeichnet wurde.

Mit TNB ist man in der Bildungspolitik nicht länger an einer breiten «Volksbildung» interessiert, zu der alle Schichten der Bevölkerung Zugang haben. Damit man sich die «besten Köpfe» aus dem Ausland holen kann, müssen jedoch die Lehrpläne auf die transnationale «Kompetenzorientierung» der OECD (Bologna-Reform, Pisa, Lehrplan 21 usw.) ausgerichtet werden. Bildungsinhalte werden damit weitgehend aus den nationalstaatlichen (und regionalen) Kulturen, Werten und Normen herausgelöst und auf transnationale Benchmarks ausgerichtet.

TNB wird auch in der Schweiz vorangetrieben. Schon 2007 schrieb Hans Zbinden SP, als Direktionsmitglied der FHNW: „Für die schweizerische Entwicklung transnationaler Projekte im Bildungsbereich bietet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schweiz die EU als Referenz – und Schrittmachinstitution an“. „So beginnt sich die bisher national ausgerichtete europäische Bevölkerung mentalitätsmässig über ihren Alltag und ihre Lebensumstände mit Europa zu identifizieren“. „Deshalb ist für unser politisch abseits stehendes und doch wirtschaftlich und kulturell weltoffenes Land die Entwicklung der Transnationalen Bildung in der EU ein wichtiger Referenzrahmen“. (Quelle: Konferenz der Fachhochschulen der Schweiz KFH, 16. März 2007. Internes Aussprachepapier Hans Zbinden, FHNW)

Mit TNB soll also die Bevölkerung auf die Abschaffung der Nationalstaaten psychisch vorbereitet werden, womit gleichzeitig die letzten nationalen gesetzlichen Schranken (Gesundheits- und Arbeitsschutzgesetze, Gentechnologie usw.) zugunsten der globalen Wirtschaft fallen würden. Profitieren würden die globalen Konzerne und die internationalistische Politik, Verlierer sind – wie in der EU bereits ersichtlich - die Demokratie und die breite Bevölkerung. Es wundert deshalb nicht mehr, dass die gleichen internationalistischen Kreise, die sich für einen EU-Beitritt stark machen, den Lehrplan 21 mit seiner „Kompetenzorientierung“ politisch unterstützen.

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  Fremdspracheninitiative – Harmonisierung findet auf der Sekundarstufe statt
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-23-2017, 09:43 AM - Forum: Sprachen in der Primarschule - Keine Antworten

("Knacknuss Primarschul-Französisch", NZZ vom 21.4.2017)

Bei der Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache in der Primarschule», über die am 21. Mai abgestimmt wird, wird gebetsmühlenartig das Argument wiederholt, es brauche in allen Kantonen Frühfremdsprachen wegen der Harmonisierung. Eltern und Lehrer können schon lange beobachten, dass Oberstufenschüler, die keine Frühfremdsprachen hatten, den Vorsprung ihrer Mitschüler mit Frühfremdsprachen innert einem halben Jahr aufholen. Das wird nun auch von wissenschaftlichen Vergleichsstudie zwischen den Kantonen Aargau und Solothurn bestätigt, wo vier Jahre Frühenglisch auf der Oberstufe in einem halben Jahr aufgeholt wurden.

Folglich spielt es keine Rolle, ob man von einem Kanton mit einer oder zwei Frühfremdsprachen in einen Kanton umzieht, wo die Fremdsprachen nur auf der Oberstufe, dafür aber intensiv gelernt werden. Ob man nun mit Französisch oder Englisch auf der Primarstufe anfängt, ist ebenfalls „Hans was Heiri“, weil es keinen Langzeitvorteil gibt, der auf der Oberstufe nicht innert Kürze aufgeholt werden kann und das, dank dem erst auf dieser Stufe möglichen analytischen Lernen.

Ein JA zur Fremdspracheninitiative, macht Ressourcen auf der Primarstufe frei, die dringend für die Verbesserung der - von KMUs und Eltern angemahnten - miserablen Deutschkenntnisse (siehe Pisa 2012 und 2015) eingesetzt werden müssen. Ohne gute Deutschkenntnisse können weder Fremdsprachen noch MINT-Fächer erfolgreich gelernt werden.

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  LP21-OECD-Kompetenzorientierung verdrängt unsere humanistische Bildung
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-23-2017, 09:38 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Der Psychologe Weinert konstruierte 1998 für die OECD eine „Kompetenzorientierung“, die nun mit dem Lehrplan 21 daherkommt und unser humanistisches Bildungssystem an die Wand fährt. Pisa zeigt klar auf, dass Länder, die das traditionelle Bildungssystem hochhalten - wie die asiatischen - auf den Spitzenplätzen landen, während Länder, die die Kompetenzorientierung eingeführt haben – wie  GB, Neuseeland, Finnland usw. -, seither immer weiter abstürzen. Zahlreiche kompetenzorientierte Experimente wie der „selbstgesteuerte“ Wochenplan usw. lassen auch die Schweiz seit Pisa 2012 in allen Fächern abstürzen: 20% der Schulabgänger sind kaum vermittelbare funktionale Analphabeten.

Das humanistische Bildungssystem orientiert sich an der Natur des Menschen, Wissen wird von einer Generation an die nächste weiter gegeben. Je mehr Wissen ein Lehrer hat, desto mehr kann er an seine Schüler weitergeben. Bisher haben die Lehrpläne in der Volksschule garantiert, dass die Schüler bis Schulende genügend grundlegendes und umfassendes Wissen gehabt haben, um einen nahtlosen Übergang in die Berufsausbildung oder ein weiterführendes Studium zu ermöglichen. Lernen, Lernziele und Lehrmittel sind altersgerecht, strukturiert und vom einfachen zu schwierigen aufgebaut. Die Lehrer vermitteln den vorgegebenen Stoff im direkten Klassenunterricht so effizient wie möglich, damit alle Schüler die Lehrplanziele erreichen können. Um alle mitnehmen zu können, werden möglichst homogene Klassen gebildet. Ob das nötige Wissen in ausreichender Qualität vorhanden ist, wird mit einem effizienten und transparenten Prüfungs- und Notensystem ermittelt. Die Methoden- und Lehrmittelfreiheit ermöglicht jedem Lehrer, die bestmöglichen Methoden zu wählen, um die vorgegeben Stoffziele erreichen zu können.

Die OECD-„Kompetenzorientierung“ ist das pure Gegenteil der humanistischen Bildung. Sie will nur diejenigen Kompetenzen fördern, die in der globalen Wirtschaft angeblich benötigt werden. Deshalb sind die Lehrpläne mit Tausenden von Kompetenzschritten ausgestattet, die eine „massgeschneiderte“ Auswahl an Kompetenzen ermöglichen sollen. Es wird nicht mehr umfassend, sondern nur noch exemplarisch gelernt, überfordernde Aufgaben stehen neben unterfordernden. Die Methode „Kompetenzorientierung“ kommt vor dem Stoff oder dem Lerninhalt, deshalb besteht auch Methoden- und Lehrmittelzwang. Klassenunterricht ist verpönt, die Lehrer sind nur noch „Lernbegleiter“ und dürfen nicht mehr unterrichten. Der Schüler soll alleine, selbstbestimmt und „selbstgesteuert“ mit den obligatorischen LP21-Selbstlern-Lehrmitteln lernen. Was, wann, wie und ob er lernt, kann er selber bestimmen. Die Kompetenzorientierung geht von der Idee aus, dass je weniger der Schüler auf den Lehrer angewiesen sei, desto selbstbestimmter könne er lernen. Dass das „selbstgesteuerte Lernen“ viel länger dauert und der Schüler dabei weniger als die Hälfte des bisherigen Wissens erwirbt, wird in Kauf genommen. Die Kompetenzorientierung trägt der Tatsache nicht Rechnung, dass Lernen in erster Linie ein in zwischenmenschlicher Prozess ist, in dem die Lehrer einen der wichtigsten Plätze einnimmt.

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  Fremdsprachen lieber spät und intensiv, als lange, halbbatzig und viel teurer
Geschrieben von: Schulpfleger - 04-12-2017, 06:58 AM - Forum: Sprachen in der Primarschule - Keine Antworten

Die am 21. Mai im Kanton Zürich zur Abstimmung kommende Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache in der Primarschule» der Zürcher Lehrerverbände will, dass es in der Volksschule weiterhin zwei Fremdsprachen geben soll, eine davon ab Primarstufe und die zweite (wieder) ab Oberstufe. Der Lernzuwachs bei Fremdsprachen ist auf der Oberstufe überdurchschnittlich gross und effizienter, weil die Schüler erst ab diesem Alter analytisch lernen können. In Lehrer- und Elternkreisen ist schon lange bekannt, dass schwächere Schüler mit den Frühfremdsprachen überfordert sind und deshalb nicht mehr richtig Deutsch lernen. Unternehmer betonen zwar die Wichtigkeit der globalen Fremdsprache, erachten aber die teils unbefriedigende Kompetenz in der Erstsprache als grösseres Problem.

Schon die Zürcher Langzeitstudie von 2014 zeigte, dass Fremdsprachenunterricht in der Primarschule mit rund zwei Wochenlektionen pro Sprache wenig bringt. Oberstufenschüler lernen in einem halben Jahr gleich viel. Einen Langzeiteffekt von Frühenglisch gibt es nicht. In der Zentralschweizer Studie der Universität und Pädagogischen Hochschule Freiburg von 2016 verfehlten bei zwei Fremdsprachen an der Primarschule zwischen 50 und 75 Prozent der Schüler die Französisch-Lernziele am Ende der 6. Klasse.

Auch die jüngste Studie des Instituts für Bildungsevaluation der Uni Zürich von Ende 2016 beweist, dass Frühfremdsprachen viel kosten, aber wenig bringen. Im Aargau wird Englisch ab der 3. Primarklasse als erste Fremdsprache unterrichtet. Solothurner Schüler hatten zum Zeitpunkt der Untersuchung erst ab der 7. Klasse Englisch. Wer danach weiter zur Schule ging, holte den Unterschied von 4 Jahren Frühenglisch nach maximal einem Jahr auf.

Seit es auf der Primarstufe zwei Frühfremdsprachen gibt, fristet der Deutschunterricht ein Aschenbrödeldasein. Dabei ist das Beherrschen der Erstsprache Deutsch (für die vielen Migrantenkinder ist es bereits eine Zweitsprache, wenn man von der Mundart absieht) die Voraussetzung nicht nur für einen Erfolg beim Erlernen jeder Fremdsprache sondern auch für alle anderen Fächer. Die MINT-Fächer sind betroffen, weil mathematisch-technische Aufgabestellungen ohne gutes Deutsch nicht verstanden werden können. Mit dem Lehrplan 21 würde die Sprachenkompetenz noch schlechter, weil Deutsch und Fremdsprachen wegen der „Kompetenzorientierung“ nur noch „selbstgesteuert“ im Monolog mit Computer und Tablet gelernt werden sollen.

Die Deutschkenntnisse der Schweizer Schüler stürzten bereits bei Pisa 2012 ab. Pisa 2015 war noch schlimmer: bereits 20% der 15jährigen in der Schweiz haben ungenügende Grundkenntnisse in Deutsch und Lesen. Sie sind für den Arbeitsmarkt kaum mehr vermittelbar und können der IV zur Last fallen. Die Verschiebung einer Frühfremdsprache auf die Oberstufe bringt nicht nur bessere Sprachqualität und auch langfristig viel weniger Kosten, sondern macht Ressourcen auf der Primarstufe frei, um die mangelhaften Deutschkenntnisse wieder zu verbessern.

Für die Fremdspracheninitiative braucht es ein JA, weil der wirtschaftliche Wohlstand unseres Landes auf einer breiten Volksschulbildung beruht und wir uns keine Zweiklassengesellschaft mit 20% funktionalen Analphabeten leisten können.

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  Was steckt hinter dem „Aufstand der Lehrer“?
Geschrieben von: Schulpfleger - 03-27-2017, 08:19 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

(zum Artikel "Aufstand der Lehrer", Sonntagszeitung vom 26. März 2017)

Ende der 1990er Jahre begann die lange Leidensgeschichte der Lehrer und der demokratischen Volksschule, als der Wirtschaftswissenschaftler, NPM-Stratege und Erziehungsdirektor des Kantons Zürich die Vermarktwirtschaftlichung der Volkschule zu einem profitorientierten Dienstleistungsbetrieb einleitete. Als erste Schritte wurden Manager (Schulleiter) und Frühenglisch eingeführt, Pädagogik und Lehrfreiheit aus den Schulzimmern verdrängt, Lehrer wurden zu Mitarbeitern und Schüler zu Klienten. Gleichzeitig führte die Kunst- und Sportschule Zürich mit dem „Wochenplan“ erstmals das „selbstgesteuerte Lernen“ ein, mit der Vision dereinst die Lehrer durch Computer ersetzen zu können.

Ab 2006 legte ein sechsköpfiges Projektteam mit dem Chefreformer der Lehrerdachorganisation LCH im Auftrag der D-EDK in den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ die „Kompetenzorientierung nach Weinert/OECD“ mit dem „selbstgesteuertem Lernen“ fest. https://www.lehrplan.ch/sites/default/files/Schlussbericht%20Projekt%20Lehrplan%2021_2015-06-18.pdf Seite 7 (abgerufen 29.3.2017)


„Mit den Kompetenzen sinkt das Bildungsniveau, die Auseinandersetzung mit Fachinhalten wird zweitrangig“. Prof. Jochen Krautz, NZZ vom 14.7.2014

Erste Schritte Richtung „selbstgesteuertes Lernen“ bildeten die Abschaffung der Kleinklassen, die Totalintegration und die altersgemischten Schulen. Damit wurde bewusst eine Heterogenität geschaffen, die in vielen Schulzimmern den Klassenunterricht verunmöglichten und die von oben propagierte Individualisierung für viele Lehrer unausweichlich wurde.

Die Folgen dieses radikalen Umbaus der bewährten Volksschule zeigten sich erstmals bei Pisa 2012, als die Schweiz in allen Fächern abstürzte, was mit Pisa 2015 noch schlimmer wurde. 2016 ebnet der LCH mit dem Leitfaden „Externe Bildungsfinanzierung“ den globalen Bildungskonzernen den Weg ins Klassenzimmer. Die Kantone bereiten sich auf die Einführung des Lehrplans 21 vor, der mit der OECD-Kompetenzorientierung auf der Unterrichtsebene das „selbstgesteuerte Lernen“ bringt. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, werden die Schulen unter dem Schlagwort „Digitalisierung“ mit teuren Tablets und Computern ausgerüstet und neue, stoffarme Lehrmittel als „Selbstlernmittel“ Lehrplan 21-kompatibel gemacht. Klassenunterricht wird so verunmöglicht, der Lehrer aus dem Lernprozess gedrängt und zum „Lernbegleiter“ degradiert. Gleichzeitig sollen die Lehrer mit dem neuen Berufsauftrag den übrigen Staatsangestellten „gleichgestellt“ werden.

Die OECD Länder, die die OECD-Kompetenzorientierung eingeführt haben, stürzen auch bei Pisa 2015 immer weiter ab. Solche Länder wie Grossbritannien und Schweden haben die Volksschule bereits zu einem grossen Teil mit sogenannt „Freien Schulen“ privatisiert, bei denen der Staat (Steuerzahler) die Finanzierung übernimmt, während die privaten Betreiber die Lehrerlöhne drücken und grosszügige Dividenden ausschütten, was sich allerdings auf die Schulqualität verheerend auswirkt.



„Es kann gut sein, dass der Lehrplan 21 damit der Privatisierung der Schweizer Schulen Vorschub leistet, weil er es internationalen Anbietern ermöglicht diese Dienstleistung zu übernehmen“. Jürg Brühlmann, Leiter der pädagogischen Arbeitsstelle beim LCH, Beobachter vom 20.2.2015


70% von 1200 Aargauer Lehrern lehnen in einer Umfrage das „selbstgesteuerte Lernen“ - den zentralen Punkt bei der Lehrplan 21-Reform - klar ab. Seit 2014 laufen den Schulen die Lehrer davon, nach fünf Jahren ist die Hälfte der Junglehrer weg. Lehrer verlassen das sinkende (Pisa 2012 und 2015) Volksschulschiff, wechseln auf private Dampfer oder setzen sie selber in Gang. Lehrerverbände lassen ihre Lehrer im Stich und wollen die Lehrerabgänge mit der Aufnahme von Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Schulpsychiater kaschieren. Der Lehrerverband im Kanton Bern hat das Wort „Lehrer“ bereits aus dem Verbandsnamen gestrichen!


In vielen Kantonen sind Volksinitiativen hängig, um die bewährte Volksschule zur retten, die den bisherigen wirtschaftlichen Erfolg unsere ressourcenarmen Landes garantierte.

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  Was macht eine gute Schule aus? – Wissenschaftlich gesehen ist es völlig klar!
Geschrieben von: Heilpädagogin - 03-22-2017, 10:38 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Was macht eine gute Schule aus? – Wissenschaftlich gesehen ist es völlig klar!

Diese grundlegende pädagogische Frage stellen sich Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen und finden gut begründete Antworten. Letzten Herbst hörte ich innerhalb einer Woche von drei Referenten aus ihrem je unterschiedlichen Blickwinkel überzeugende Antworten. Theoretisch wäre die Frage also geklärt. Doch fragt man sich einigermassen irritiert, warum sich die Schulentwicklung im 21. Jahrhundert nicht nach diesen klaren pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen richtet, sondern Kinder als Humankapital betrachtet, das in der globalisierten Welt funktionieren soll.

Doch der Reihe nach. An einer vom Netzwerk heterogen Lernen (einem Projekt der PH Chur) organisierten Serenata referierte der Neurologe Prof. Dr. med. Joachim Bauer zum Thema «Was wir von der Hirnforschung für die Schule lernen können». Er legte einleuchtend dar, dass Spiegelung und Resonanz Voraussetzung und Kern einer gelingenden pädagogischen Beziehung sind. Das heisst, die Lehrperson wirkt durch ihre Persönlichkeit, durch ihre Begeisterung, durch die wertschätzende Kritik. Ihre Körpersprache und ihre Worte wirken auf die Kinder, die angewiesen sind auf wohlwollendes, ermutigendes und forderndes Echo. Auf sich selbst gestellte Kinder verlieren bald die Lust am Lernen. Für Bauer ist klar, dass die Beziehung zwischen der Lehrperson und dem Kind der Dreh- und Angelpunkt jeder pädagogischen Bemühung sein muss.

An einem Podiumsgespräch in Zürich zum Thema: Was bedeutet der LP 21 für das Gymnasium? beklagte der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Beat Kissling den Abschied von der humanistischen Bildung und stellte die Ökonomisierung der Schule an den Pranger. Warum lassen wir zu, dass unsere Schule nach Kriterien der Nützlichkeit umgebaut wird und alle heute bekannten pädagogischen Erkenntnisse in den Wind geschlagen werden?

An einer weiteren Veranstaltung erläuterte Dr. Arthur Brühlmeier, lange Jahre Lehrer an einer Gesamtschule, Pestalozzikenner und ehemaliger Dozent für Lehrerbildung, dass man auch heute noch die «Schule im Geist von Pestalozzi gestalten» sollte. Er setzte sich für eine naturgemässe Menschenbildung ein und schalt die heutige Schule als viel zu  «kopflastig». So blieben die Entwicklung der Herzenskräfte und das eigene Tun auf der Strecke.

An allen drei Veranstaltungen kam es klar zum Ausdruck, dass Schule nur gelingen kann, wenn sie nach empirisch belegten pädagogischen Vorgaben gestaltet wird. Die Frage ist berechtigt: Wie kommt es, dass trotz der Klarheit dieser Erkenntnisse, die falsche Theorie des selbstorganisierten Lernens Oberhand hat und uns mit dem Lehrplan 21 lawinenartig überrollt. Es bleibt uns nur, weiter den Widerstand aufrecht zu erhalten.

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