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  Der Lehrplan 21 hat schwerwiegende Folgen
Geschrieben von: Schulpfleger - 01-16-2018, 04:48 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

"Never change a winning horse": Man soll ein erfolgreiches System nicht ändern - oder eben ein Pferd nicht auswechseln -, das sich bewährt hat, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) am 16. Januar anlässlich der Medienkonferenz zur Volksinitiative „Lehrplan vors Volk“.

Trotzdem hat die Erziehungsdirektorenkonferenz von 2006 bis 2010 unter Geheimhaltung die "Grundlagen für den Lehrplan 21" nach Vorgaben der OECD von Kompetenz- und Gender-Ideologen ausarbeiten lassen, mit dem unser bewährtes Volksschulsystem mit unerprobten „neuen“ Lernmethoden („selbstgesteuertes Lernen“, „Kompetenzorientierung“ usw.) an die Wand gefahren werden soll.

In der NZZ vom 30.11.2017 wird darauf hingewiesen, dass der Lehrplan 21 von der OECD fremdgesteuert ist. Zitat: „Den OECD-Experten verdanken wir zum Beispiel das Konzept der Kompetenzorientierung in der Volksschule im Rahmen des Lehrplans 21“. Das Konzept der „Kompetenzorientierung“ mit dem "selbstgesteuerten Lernen" wurde von Experten der OECD (Weinert) entwickelt, die weder die Schweizer Berufslehre noch unser Schulsystem verstanden haben.

In den Millionenteuren Grossraumschulzimmern, die die Gemeinden auf Kosten des Steuerzahlers überall bauen werden müssen, damit die neuen „Lernumgebungen“ für das „selbstgesteuerte Lernen“ eingerichtet werden können, hat nicht einmal jeder Schüler ein eigenes Pult! Lehrer, die keine „Lernumgebungen“ einrichten oder weiterhin den bewährten Klassenuntericht statt „selbstgesteuertes Lernen“ machen wollen, werden abgestraft. Es gibt im Kanton Zürich bereits heute schon Schulleiter, die dazu amerikanische Kontrollinstrumente wie das „Classroom Walkthrough“ anwenden.  

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  Ja zur Mitbestimmungsinitiative: Lehrplan vors Volk
Geschrieben von: Schulpfleger - 01-14-2018, 09:05 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Demokratieabbau in der Zürcher Volksschule

Bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Kontrolle der Volksschule auf Gemeinde-, Bezirks- und Kantonsebene direktdemokratisch und subsidiär gewährleistet durch die Wahl der Lehrerinnen und Lehrer, der Schul- und der Bezirksschulpflege und durch die Lehrerkapitel und die Synode. Das hatte seinen Sinn, weil die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sowie die Lehrerinnen und Lehrer in den Gemeinden genau wussten, was vor Ort für ihre Kinder gefordert war. In diesem austarierten Netz der Verantwortlichkeiten war der Erziehungsrat mit dem Erziehungsdirektor die oberste Instanz. Die Erziehung war Sache der Kantone.

Seit dreissig Jahren wird dieser direktdemokratische Konsens zur Kontrolle der Volksschule aber stetig abgebaut. Die Entscheidungsmacht wurde besonders seit Buschor an die Bildungsdirektion, d. h. an die Verwaltung, die Pädagogische Hochschule und an demokratisch nicht legitimierte und teilweise auch verdeckt agierende zentralistische (EDK) und internationale (wirtschaftsorientierte) Gremien (OECD) und ihre Pressuregroups (wie z. B. Stiftungen und IT-Konzerne) abgegeben. HarmoS und der Lehrplan 21 zementieren diese Machtstrukturen.

1. Die Volksschule ist eine Errungenschaft der demokratischen Bewegungen des frühen 19. Jahrhunderts. Demokratie war und ist nur mit geschulten, mündigen Bürgerinnen und Bürgern realisierbar.

2. Wegen dieser hervorragenden Rolle der Volksschule in unserer Gesellschaft und weil die steuerzahlenden Bürger ihren berechtigten Anteil in der Bildungspolitik mitgestalten wollten, gab es neben der politischen Gemeinde auch die Schulgemeinde mit Schulpräsident und Schulpflege, die von verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürger getragen wurde. Die Volksschule war primär Sache der Schulgemeinden: die Bürgerinnen und Bürger wählten nicht nur die Schulpflege, sondern auch die Lehrer, welche durch die ebenfalls vom Volk gewählten Bezirksschulpfleger und die Erziehungsdirektion subsidiär beaufsichtigt wurden.

3. Lehrer war demgemäss ein verantwortungsfordernder Beruf wie andere auch, den man am Lehrerseminar innerhalb nützlicher Frist und trotzdem gründlich erlernte. Die Ausbildung war wissenschaftlich und pädagogisch orientiert. Gründliches Fachwissen und überzeugende Erziehungskunst waren gefordert.

4. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden die Lehrerseminare und das Sekundarlehrerstudium an der Universität durch die Pädagogische Hochschule ersetzt und dadurch die Lehrerausbildung „professionalisiert“, d. h. auch entwissenschaftlicht und ideologisiert (gesellschaftskritisch, ökologistisch, genderistisch u. ä.) und zugleich immer abgehobener vom direkten Bezug zur Gemeinde, zu den Steuerzahlern und zu den Eltern.

5. Seit die Pädagogischen Hochschulen die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte übernommen haben und seit die Schulgemeinden vielerorts in die Einheitsgemeinden eingegliedert worden sind, verlieren die örtlich verankerten, bürgernahen Schulpflegen immer mehr an Kompetenzen an die kantonale Verwaltung. Die Gemeindeschulpflegen wurden halbiert, die Bezirksschulpflegen überhaupt abgeschafft und als Rekursinstanz durch den Bezirksrat ersetzt. Ein grosser Teil der Führungs- und Kontrollaufgaben der ehemaligen Schulpflegen übernehmen nun die Schulleiter. Die früheren Schulbesuche der Schulpflege sind praktisch den lohnwirksamen Mitarbeiterbeurteilungen und der Evaluation der Schulen durch die Bildungsdirektion oder durch private externe „Fachstellen“ gewichen. Der Schulpfleger ist heute v. a. noch ausführendes Organ der kantonalen Verwaltung auf der Stufe Gemeinde. Dafür können nun Alibi-Elternräte bei Schulanlässen mithelfen, bei wirklich wichtigen pädagogischen Fragen dürfen haben sie nichts mehr zu sagen.

6. Eine Schule, welche die Kinder zu mündigen Staatsbürgern erziehen soll, muss von umfassend gebildeten und selbstbewussten Lehrerinnen und Lehrern verantwortet werden. Früher hat der Lehrerkonvent unter der Leitung des Hausvorstandes vieles unbürokratisch und ehrenamtlich verwaltet. Mit der Einführung von Schulleitungen wurden Firmenstrukturen mit klaren Hierarchien in den Schulen etabliert. Heute ist der Schulleiter für die ganze Organisation der Schule zuständig, der einzelne Lehrer ist Angestellter und nur noch für sein Tätigkeitsfeld im Rahmen des pädagogischen Teams Rechenschaft schuldig (Dienst nach Vorschrift). Berufsauftrag mit Jahresstundenzahl, Mitarbeiterbeurteilung, Evaluationen sind eklatante Beispiele für die Abstufung der Lehrer zu ausführenden Organen der gerade vorherrschenden Bildungspolitik.

7. Anfangs der 90er Jahre wurden alle kantonalen Standesorganisationen der Lehrerschaft in den zentralistisch geführten Gewerkschaftsdachverband der Lehrer/innen Schweiz LCH gezwungen. Damit gibt es nur noch eine Organisation, die für alle Lehrerinnen und Lehrer der Schweiz spricht, die immer mit allen massgeblichen Politikern zugunsten der international gesteuerten Reformen laviert, jegliche Opposition aus Lehrerkreisen im Keime erstickt und damit die besten und unabhängigsten Lehrer-Persönlichkeiten aus den eigenen Reihen bricht. Es spricht nur noch der eine Lehrer Schweiz: Beat Zemp.

8. Durch den HarmoS werden die Kinder zu früh in die Staatsschule gezwungen. Diese frühe Einschulung hat Auswirkungen auf die ganze Schulkarriere, besonders auf die allzu frühe Berufswahl und Lehrstelle. Viele überforderte Kinder und Lehrabbrüche bei jungen Menschen zeugen davon. Ebenso wird durch den Lehrplan 21 der Kindergarten in den ersten Zyklus der Volksschule integriert, obwohl das Volk vor 5 Jahren mit einer sehr klaren Mehrheit (71%) die Basisstufe nicht einführen und den beliebten Kindergarten beibehalten wollte.

9. Kumulationspunkt dieser antidemokratischen Entwicklung ist die Kompetenzorientierung im Lehrplan 21, welche den Lehrer zum Coach degradiert und damit die Persönlichkeit durch die Maschine ersetzt (Digitalisierung statt Beziehung, Freiheit und Verantwortung). Ein solcher Coach bildet nicht mehr Menschen aus, allenfalls Untertanen.

Soweit wollen wir es nicht kommen lassen. Holen wir die Volksschule für unsere Kinder wieder auf einen demokratischen Boden zurück: Ja zur Mitbestimmungsinitiative: Lehrplan vors Volk!

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  Folgen der Umstellung auf die neuen Lernmethoden des LP21
Geschrieben von: Schulpfleger - 01-03-2018, 04:28 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Bericht eines Vaters über die Folgen der Umstellung auf die „neuen“ Lernmethoden, die mit dem Lehrplan 21 in allen Schulhäusern ab der 1. Klasse eingeführt werden:

Meine Tochter besuchte den normalen Klassenunterricht (direkte Instruktion) mit Deutsch und Mathe in der 1. und 2. Primarklasse. Das war sehr gut und effizient.

In der 3. Klasse (ab September 2016) wurden anstelle des Klassenunterrichtes neue Lernmethoden mit Kompetenzorientierung, Integration/Inklusion und selbstgesteuertem Lernen eingeführt. Jetzt wurde von den Lernbegleitern (nicht mehr Lehrer) nur noch Arbeitsblätter mit Aufgaben verteilt.

Wann beginnt der Unterricht dieses Schuljahr? fragte mich meine Tochter nach eineinhalb Wochen mit den neuen Lernmethoden . Es war eine absolute Zeitverschwendung, ein Alptraum. Mein Kind braucht dringend Lehrer, die sie unterrichten.

Ich suche gerade einen Job in der Nähe einer Schule, die noch Wert auf Klassenunterricht legt. Wir sind Bildungsflüchtlinge geworden und wir müssen Job/Umzug alles unter einem Hut bringen, nur um meine Tochter nach fast einem Jahr ohne Bildung endlich wieder Bildung zu ermöglichen.

Ich bin von Beruf Informatiker, aber die Computer in den Klassenzimmern machen es den Eltern unmöglich, ihren Kindern zu helfen. Kinder würden Schulbücher für strukturiertes Lernen brauchen. Ich möchte nur andere Eltern warnen, wie dramatisch die Umstellung und Verschlechterung mit den neuen Lernformen, der Arbeitsblätterverteilung und dem Lernen am Computer gegenüber dem bewährten Klassenunterricht ist. Mein Kind sollte ab September 2017 acht Stunden pro Woche in allen drei Hauptfächern selbstgesteuert lernen. Ein Alptraum!

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  „Hände weg von meinen Kindern!“
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-28-2017, 01:12 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Unter dem Motto „Hände weg von meinen Kindern!“ (#ConMisHijosNoTeMetas) sind in Peru landesweit über 1,5 Millionen Eltern, Lehrer und besorgte Bürger im Jahr 2017 gegen den neuen Lehrplan mit der Genderideologie („Kinder sollen ihr Geschlecht selber wählen können“) auf die Strasse gegangen. Im August entschied der Oberste Gerichtshof, dass der neue Lehrplan ein Versuch sei, Schulkinder zu indoktrinieren. Im November 2017 zog Perus Erziehungsministerium den neuen Lehrplan zurück und setzte den alten Lehrplan von 2009 wieder ein.

Auch im Lehrplan 21 hat die OECD-Kompetenzideologie mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ und die Genderideologie Einzug gehalten. Die Grundlagen für den LP21 wurden von einer sechsköpfigen Projektgruppe mit Kompetenz- und Genderideologen von 2006 bis 2010 unter Geheimhaltung konstruiert. Wir müssen nicht auf die Strasse, wie in Peru, sondern wir können in den Kantonen Zürich und Bern am 4. März 2018 mit einem JA zur Volksinitiative „Lehrplan vors Volk“ die Direkte Demokratie in der Volksschule zurückfordern, damit auch unsere Kinder vor der Indoktrination mit derartigen Ideologien verschont bleiben.      

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  Zur geplanten Einführung des Lehrplans 21 im Ktn ZH ohne Volksabstimmung
Geschrieben von: Lehrer - 12-18-2017, 10:06 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

In allen Zeitungen war es dieser Tage zu lesen: Der Regierungsrat des Kantons Zürich will also nach wie vor den Lehrplan 21, der über Jahre mit strengster Geheimhaltung unter Verschluss gehalten wurde, auf den nächsten Sommer hin verbindlich für alle Schulen einführen. Damit bleiben die involvierten Amtsstellen, Entscheidungsgremien und Bildungspolitiker dabei, dass die kantonale Schulhoheit in so wichtigen und grundlegenden Fragen nur noch Sache der Obrigkeit sein soll und nicht mehr gut schweizerisch-demokratisch, zusammen mit dem betroffenen Volk, diskutiert oder gar entschieden werden soll. Der gewählte amtliche Verordnungsweg verunmöglicht denn auch weitgehend, sowohl gegen das obrigkeitliche Vorgehen, also die geplante diskussionslose Einführung, als auch gegen inhaltliche Fragwürdigkeiten der Vorlage Einsprache zu erheben.

Die Tatsache, dass der Lehrplan 21 zwar eine besonders happige und grundlegend umwälzende, aber keineswegs die erste Reform im Bildungswesen ist, die ursprünglich in wesentlichen Punkten aus der Küche der OECD stammt, können selbst namhafte Schweizer Bildungspolitiker nicht mehr länger bestreiten, seitdem die NZZ diese Zusammenhänge kürzlich zweifelsfrei aufgedeckt hat. Damit ist endlich klar belegt, dass tatsächlich viele der im grossen Stil in diversen Ländern teils geplanten, teils bereits umgesetzten Umwälzungen im Bildungsbereich nicht einfach logische Fortsetzungen sind von historisch gewachsenen Entwicklungen, sondern gezielt angestrebte Paradigmenwechsel von einseitigen und mächtigen wirtschaftlichen Interessengruppierungen. Wirtschaftliche Interessen, sprich Geld, Macht und Gewinnmaximierung möchten das Zepter übernehmen. Nicht mehr bestmöglich ausgebildete Kinder mit breitem Allgemeinwissen und kritischem Denken, die als spätere mündige Bürger die demokratische Basis der politischen Arbeit und des Sozialstaates bilden sollen, stehen im Vordergrund –– so wie es einst die Gründerväter des Schulobligatoriums für alle postuliert hatten. Wer weiss denn heute überhaupt noch, dass das erklärte Ziel des eingeführten allgemeinen Schulobligatoriums darin bestand, die künftigen Bürger dahingehend zu bilden und zu schulen, dass sie befähigt werden, sich in Sachvorlagen wie politischen Fragen eine eigene, unabhängige Meinung bilden zu können, um so ihre Aufgabe und Mitverantwortung als Staatsbürger wahrnehmen zu können. Aber nein, offensichtlich sind heute nicht mehr Denken, schon gar nicht mehr kritisches, und nicht mehr Argumentieren und Mitreden gefragt. Auch stehen augenfällig nicht mehr politische Fragen und Sachvorlagen eigenständig und unabhängig zu prüfen, zu hinterfragen und notfalls ablehnen zu können im Vordergrund. Nein, vor allem Funktionieren sollen die kommenden Generationen von Werktätigen und Konsumenten. Eine kleinere Kaste gut geschulter, elitärer Gruppierungen von macht- und geldgierigen Profiteuren werden dann die Massen schon richtig führen.
Ein pessimistisches Zukunftsbild? Die Zeichen der Zeit sind da: Die Schere der wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede öffnet sich seit Jahren, Privatschulen boomen, viele Eltern beobachten schon lange mit Unbehagen die zunehmenden Qualitätsmängel in den öffentlichen Schulen, viele Lehrerinnen und Lehrer werden eingedeckt mit fragwürdigen Aufgaben und Arbeiten, werden in der Ausübung ihres Bildungsauftrags und Kerngeschäfts bezüglich Unterrichten sowie Schüler- und Elternarbeit massiv behindert und reiben sich zunehmend auf, der Sozialstaat kommt langsam an seine Grenzen, usw., um nur einige Beispiele zu nennen.
Darum: Das Volk soll am 4. März an die Urne und mit der Annahme der Mitsprache- und Mitbestimmungsinitiative in Bildungsfragen seinen Anspruch auf die verbrieften Bürgerrechte unterstreichen und einfordern. Warum nur möchte denn der Regierungsrat und mit ihm die Bildungsbehörden die längst fällige öffentliche Diskussion und demokratische Volksbefragung zu grundlegenden Fragen des öffentlichen Bildungswesens verhindern? Wirklich gut Ding will nach wie vor Weil haben, die Einführung eines neuen Lehrplanes eilt doch überhaupt nicht! Oder was soll denn diesmal nicht öffentlich auf den Tisch kommen? Volksschule heisst nicht nur: Eine Schule fürs Volk. Es bedeutet ebenso auch: Die Schule des Volkes!

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  Weichenstellung für die Zukunft unserer Volksschule im 2018
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-08-2017, 05:34 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

2018 ist wieder Wahljahr. Ein wichtiges Thema, dass den Bürgern und KMU’s auf den Nägeln brennt, ist das kränkelnde Bildungswesen mit den 20% funktionalen Analphabeten bei den Schulabgängern (Pisa 2015). Bereits am 4. März 2018 können wir im Kanton Zürich über mehr Mitbestimmung in der Volksschule abstimmen, um zu verhindern, dass unsere bewährte Volksschule mit den unsinnigen Reformen an die Wand gefahren wird. Seit der Einführung des Lehrplans 21 häufen sich Reklamationen über die negativen Seiten der heute viel verbreiteten «modernen Unterrichtsformen».

Lehrer bemängeln die vom Lehrplan 21 favorisierten Lernlandschaften mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ bei denen die heutigen „Lernbegleiter“ ihren Schülern bloss noch Blätter und Dossiers zu Selbststudium aushändigen, weil damit die wichtige Lernbeziehung zu den Kindern verunmöglicht wird. Ein Nachhilfeschüler aus Buchs ZH, erlebte den Unterricht an der «Vorzeigeschule » Petermoos als derart chaotisch und unorganisiert, das die Lehrer oft schreien müssten. Eine «Laisser-faire-Haltung» sei normal; oft würden bei ungenügenden Arbeiten beide Augen zugedrückt. Dieselben Probleme gibt es in Niederhasli-Niederglatt, wo sich die Elternorganisation IG Schule NiNiHo seit längerer Zeit für einen Stopp der umstrittenen Reformen an der SOL-Schule stark macht und versucht Politiker und Bevölkerung wachzurütteln.

Massive Stoffrückstände, eklatante Wissenslücken und dergleichen sind an den „selbstgesteuerten“ SOL-Schulen an der Tagesordnung. Lehrmeister und Berufsschullehrer können diesen besorgniserregenden Trend bestätigen. Aus vielen Zürcher Gemeinden tönt es nicht anders. Ist das bewährte Bildungs-Porzellan einmal zerschlagen, sinkt die Bildungsqualität allerdings unwiderruflich auf billiges Plastik-Niveau! Pisa 2018 lässt grüssen!

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  Fremdgesteuerter Lehrplan 21
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-03-2017, 08:52 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Nicht dem Beispiel Finnlands folgen!

Es ist erfreulich, dass die NZZ („Die Macht des Mittelmasses“, NZZ vom 30.11.2017) klar darauf hinweist (Zitat NZZ: „Den OECD - Experten verdanken wir zum Beispiel das Konzept der Kompetenzorientierung in der Volksschule im Rahmen des Lehrplans 21“), dass der Lehrplan 21 von der OECD fremdgesteuert ist, was die D-EDK bisher immer vehement abgestritten hat: So der ehemalige Präsident der D-EDK Christian Amsler auf Schloss
Marbach noch im Jahr 2017: „So legte man von Beginn weg Wert auf die Möglichkeit zur finalen Umsetzung in jedem einzelnen Kanton. Just zum selben Zeitpunkt, als die Kritik zum Lehrplan 21 und das Gespenst der Gleichmacherei und gar der OECD Steuerung über die Kantone herein-
brach“.

Warum hat man den Lehrplan 21 auf dem Konzept der Kompetenzorientierung mit dem "selbstgesteuerten Lernen" aufgebaut, die von Experten der OECD entwickelt wurde, die weder die Schweizer Berufslehre noch unser Schulsystem verstanden haben? Finnlands Absturz bei Pisa
seit 2009 ist auf die Einführung eines neuen Lehrplans mit der OECD-Kompetenzorientierung zurückzuführen. Wir haben nur noch wenig Zeit, um auf unser bewährtes Volksschul-System zurück zu kehren, damit wir nicht das Schicksal Finnlands mit über 20% Jugendarbeitslosigkeit erleiden müssen!

An der St. Galler Veranstaltung mit Matthias Burchardt Neue Schule: Paradigmawechsel oder Verschwörungstheorie? sprach der Chef des kantonalen Amts für Volksschulen abschätzig von "Verschwörungstheorien", als Burchardt auf das Diktat der OECD hinwies.

Nun kommt die NZZ und stellt fest, dass die Kompetenzorientierung des LP21 tatsächlich auf die OECD und deren politischer Agenda zurückzuführen ist. Diese kann sich auf ihre Helfershelfer in der Schweizer Bildungshierarchie verlassen, welche es darauf angelegt haben, den Bürgern Sand in die Augen zu streuen und die Volksschule ohne Beteiligung des Volkes gemäss den Vorgaben zu steuern und
zu verändern.

http://schuleschweiz.blogspot.ch/2017/12/fremdgesteuerter-lehrplan-21.html

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  Alternative "Fakten" statt Wissenschaft
Geschrieben von: Schulpfleger - 11-22-2017, 08:47 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Alternative "Fakten" bestimmen auch unser Schulumfeld. So gibt es keine wissenschaftlichen Daten, welche die folgenden herbei geredeten "Fortschritte" stützen würden:

1. Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts
2. Kompetenzorientierung
3. Inklusion / Total-Integration
4. Verwendung von digitalen Medien im Unterricht

Beispiel: Alternative Mathematik

Eine bitterböse Satire aus den USA zum Zustand der Schule. Wie weit sind wir in der Schweiz schon und wie schützen wird uns und unsere Kinder vor einer ähnlichen Entwicklung? Gibt es Parallelen?

Alternative Math, Kurzfilm, englisch. Dauer: 9.06 von Ideaman, 19.9.2017:

LINK: https://youtu.be/Zh3Yz3PiXZw

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  Lehrplan 21 Abstimmung Kanton Zürich 4. März 2018
Geschrieben von: Schulpfleger - 11-09-2017, 11:50 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Wie kommt es, dass sich bildungsferne Vertreter von Verbandsspitzen besser informiert fühlen, als die Fachleute vor Ort? Wie kann man behaupten, dass der beabsichtigte Paradigmawechsel im Bildungswesen mit dem Lehrplan 21 einen positiven Einfluss auf Gewerbe und Wirtschaft habe, wenn der Praxistest noch bevorsteht? Wieso beharrt man auf den Frühfremdsprachen, obschon wissenschaftlichen Studien und kürzlich veröffentlichte Kantonsvergleiche zeigen, dass die Frühfremdsprachen wenig effizient, sehr teuer und wegen der Verdrängung des Deutschunterrichts, eine der Hauptursachen für die 20% Schulabgänger mit mangelhaften Deutschkenntnisse sind (Pisa 2012 und 2015), die kaum in den Arbeitsprozess integriert werden können? Hat man vergessen, dass der wirtschaftliche Erfolg unseres Landes auf einer breiten Volksschulbildung beruht und dass wir uns keine Zweiklassengesellschaft leisten können?

Die Informationskultur in Wirtschaft, staatlicher Verwaltung und Medien wurde in den letzten zwei Jahrzehnten – von der Öffentlichkeit fast unbemerkt – völlig verändert und hat auch das Bildungswesen erfasst. Anstelle von neutralen Informationen gibt es immer mehr staatliche Propaganda: Negatives wird ausgeblendet und Positives überhöht oder herbeigeredet. Reformen und Neuerungen werden als absolut notwendig und nur positiv dargestellt. Damit die von oben gesteuerten Reformen und Projekte ohne Störungen durchgezogen werden können, werden kritische Stimmen (Vetoplayer) mit Methoden des „Change Managements“ ausgeschaltet und jahrzehntelanges Erfahrungswissen nicht berücksichtigt. Die Aufsichtsbehörden wurden an Schweigepflicht und Datenschutz gebunden und haben kein Sprachrohr zur Öffentlichkeit. Es gibt keine Schulversuche mehr, um die neuen Methoden in kleinem Rahmen in der Praxis zu erproben, um sie allenfalls ohne grosse Kosten und Verluste rückgängig machen zu können. Damit die Öffentlichkeit, die meist millionenschweren Projekte als erfolgreich wahrnimmt, werden sie mit Gefälligkeitsgutachten, präparierten Umfragen und PR-Methoden vermarktet. Die Tagesmedien übernehmen solche präparierten Erfolgsmeldungen aus zeitlichen Gründen meist unkritisch. Mit solchen gefilterten Informationen werden die Stimmbürger im Stich gelassen und sie können sich keine objektive Meinung bilden, wenn sie sich nicht zusätzliche Informationen bei Alternativmedien beschaffen.

Die Volksinitiative «LEHRPLAN VORS VOLK – mehr Mitsprache», die am 4. März 2018 im Kanton Zürich zur Abstimmung kommt, will die mit dem Abbau der Lehrerwahlen, der Halbierung der Schulpflege, der Abschaffung der Bezirksschulpflege usw. gebeutelte Bildungshoheit aus den Händen der stetig wachsenden Bildungsbürokratie nehmen und wieder in die Hände des Volkes und der direkten Demokratie zurück bringen.
Deshalb dürfen die "Grundlagen für den Lehrplan 21" der D-EDK vor der Bevölkerung nicht länger verschwiegen werden: https://www.youtube.com/watch?v=UZI2OR7NtD4

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  Abstimmung Stadt Zürich vom 26. November
Geschrieben von: Schulpfleger - 11-04-2017, 07:15 PM - Forum: Integration - Keine Antworten

Am 26. November stimmen wir in der Stadt Zürich über die Abschaffung der gesamtstädtischen Schulkommission für Sonderschulen und Therapien ab.

Gleichzeitig soll der Kindergarten  aus  der Gemeindeordnung „gekippt“ werden. Damit wird der kantonale Volkswille von Stadt- und Gemeinderat mit Füssen getreten: Die Stimmbürger des Kantons Zürich haben im Jahr 2012 mit 71% Ja für die Beibehaltung des Kindergartens und gegen die Grundstufe gestimmt. Auch die Pädagogische Hochschule bildet gegen den Volkswillen weiterhin Grundstufenlehrer aus, was bereits zu einem Mangel an Kindergärtnerinnen geführt hat, weil diese bei gleicher Ausbildung weniger verdienen.

Mit der Abschaffung der Schulkommission würde ein vom Gemeinderat gewähltes, fachlich erfahrenes Gremium abgeschafft, dass die demokratische Aufsicht und Qualitätssicherung für die auf einzelne Kinder zugeschnittenen, individuellen Therapieformen wie Logopädie (bei über 70 Prozent der Schüler 100% Erfolgsquote, bei den übrigen Teilerfolge) und Psychomotorik gewährleistet und so ganz konkret zur Chancengleichheit und schulischen Integration beiträgt.

Dank dieser Therapieerfolge können die Kinder voll in der Regelschule integriert werden, mit den Gleichaltrigen mithalten und ihrer späteren Berufslaufbahn steht diesbezüglich nichts mehr im Wege. Diese präventive Vorsorge erspart dem Steuerzahler spätere teure berufliche Eingliederungsmassnahmen.

Mit dem Wegfall der Kommission könnte die bereits heute überproportionierte, teure Verwaltung ihren Machtbereich weiter ausdehnen, mit der möglichen Folge, dass sinnvolle Therapien aus Kostengründen «eingespart» würden.

Die Statistik der Stadt Zürich zeigt, dass die immer wieder von den Medien behauptete massive Zunahme von Therapien nicht stattgefunden hat. Die Anzahl Therapiekinder ist seit 2008, als die Schule die IV-Kinder übernehmen musste, mit 5% der Schüler immer gleich hoch geblieben ist.

Die Abschaffung von kostengünstigen Milizbehörden ist eine Pseudosparmassnahme. Eine echte Sparmassnahme, die an erster Stelle zum Wohl der Kinder dienen würde, wäre die Wiedereinrichtung von Kleinklassen, zum Beispiel für Migrantenkinder ohne Deutschkenntnisse, in denen jedes Kind durch seine Klassenlehrerin adäquat gefördert wird.

NEIN zum Demokratieabbau auf dem Buckel der schwächeren Schüler!

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