Hallo, Gast
Sie müssen sich registrieren bevor Sie auf unserer Seite Beiträge schreiben können.

Benutzername
  

Passwort
  





Durchsuche Foren

(Erweiterte Suche)

Foren-Statistiken
» Mitglieder: 161
» Neuestes Mitglied: Jolanda
» Foren-Themen: 98
» Foren-Beiträge: 141

Komplettstatistiken

Aktive Themen
Das Bildungsglaubensbeken...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
Gestern, 07:24 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 22
D-EDK stiehlt sich aus de...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
11-12-2018, 04:02 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 38
Lehrplan 21 – erste Kanto...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
10-31-2018, 08:58 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 168
Recht auf Methodenfreihei...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
10-29-2018, 05:36 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 148
Von Schweden lernen: Abba...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
10-28-2018, 04:52 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 84
Wer die Schule regiert
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
09-06-2018, 06:17 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 498
Volksschuldampfer steuert...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
05-28-2018, 07:54 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 654
Schulpfleger, Schulleiter...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
04-25-2018, 07:21 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 551
Lehrplan 21 und Schuldesa...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
04-15-2018, 09:45 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 509
"Lehrplan vors Volk" - Me...
Forum: Lehrplan 21
Letzter Beitrag: Schulpfleger
02-25-2018, 04:27 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 754

 
  Harmonisierung und Lehrplan 21
Geschrieben von: Lehrer - 01-22-2017, 07:50 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Kein Lehrplan 21 der Beliebigkeit

Man erinnert sich: Hauptsächlich damit Familien und insbesondere die betroffenen Kinder bei einem Kantonswechsel den Anschluss in der Schule besser finden können sollten, wurde vor Jahren die landesweite Vereinheitlichung des Schuljahresbeginns beschlossen. Diesem Ziel dienten auch einige Anpassungen in den kantonalen Lehrplänen, wodurch sich die jeweiligen Jahresprogramme und konkreten Lernziele weiter zeitlich gegenseitig annäherten (Beispiel Kanton Zürich: Im Fach Mathematik wurden in den Neunzigerjahren die dreijährigen Stufenziele in stoffliche Jahresziele umgewandelt.) Durch diese Harmonisierungsmassnahmen konnten die vielen strukturellen Unterschiede und Hürden rund um die Schule über alle Kantonsgrenzen hinweg deutlich abgebaut werden, ohne die kantonalen Bildungshoheiten zu verletzen.

Heute ist im Zusammenhang mit der geplanten Einführung des neuen Lehrplans 21 wieder viel von Harmonisierung die Rede. Ich frage mich nur, welche Harmonisierung denn nun gemeint ist. Um weitere kantonsübergreifende Erleichterungen im Schulalltag jedenfalls kann es nicht gehen: Konkrete stoffliche Lernziele fehlen gänzlich, dafür finden sich durchgehend viele hundert, oft sehr schwammig formulierte Kompetenzen in Form von „Können“-Beschreibungen. Diese sollen festhalten, welche „Kompetenzen“ (nicht Fähigkeiten oder Fertigkeiten!) anzustreben sind. Was aber genau mit „Kompetenzen“ gemeint ist, habe ich auch nach langen Recherchen weder gefunden noch plausibel erklärt bekommen. Somit lässt deren Interpretation einen riesigen Spielraum offen. Aber was auch immer damit gemeint ist: Es soll nun neu in sogenannten Vierjahres-Zyklen erreicht werden, kaum mehr strukturiert und schon gar nicht mehr pro Schuljahr! Da für mich als Lehrer per Gesetz immer der jeweils gültige Lehrplan verbindlich und verpflichtend war und ist, kann auch der Verweis auf die Lehrmittel nicht überzeugen, welche sich zudem immer mehr Richtung Stoffsammlung, Vorschläge und Themenangebote entwickeln, deren Auswahl und Reihenfolge für die Lehrpersonen nicht zwingend sind. Da tun mir angesichts unserer heutigen mobilen Arbeitswelt die vielen Familien jetzt schon leid, die dann in einem neuen Kanton den Anschluss in der Schule wieder finden müssen!

Nein, um das Wohl von Kindern und Eltern geht es mit dem neuen Lehrplan 21 offensichtlich nicht; bezeichnenderweise ist er denn auch keineswegs aus einem schulalltäglichen Bedürfnis an der Basis –– sprich: Eltern, Schüler, Lehrerschaft –– entstanden, sondern wird vornehmlich von Politikern, sogenannten Bildungsexperten und Bildungsverwaltungsbürokraten propagiert. Ob es mit der behaupteten Harmonisierung und Zwängerei von oben nicht vielmehr um etwas ganz Anderes geht, nämlich darum, das schweizerische Schul- und Bildungswesen in weiteren Schritten noch EU-kompatibler zu machen, um es dereinst im geplanten Rahmen der OECD als privatisierter landesweiter Dienstleistungsbetrieb auf dem internationalen Markt verkaufen zu können –– etwa so, wie es zum Beispiel mit der sogenannten Stromliberalisierung bereits weit gediehen ist? Die internationalen Abkommen in diese Richtung sind schon erschreckend weitgehend vorbereitet, die seinerzeitige Bologna-Reform zum Bildungswesen, von Frau Altbundesrätin Dreifuss über das Volk hinweg eingeführt, war dazu nur ein Anfang. Um diese verhängnisvolle weitere Entwicklung zu stoppen, kann ich nur empfehlen, in den Abstimmungen zum Lehrplan 21, welche aufgrund verschiedener Volksinitiativen in vielen Kantonen bevorsteht, eine deutliche Ablehnung des Lehrplans 21 zum Ausdruck zu bringen.  Unsere künftigen Schülergenerationen werden es uns danken! Kein Lehrplan 21 der Beliebigkeit!

Drucke diesen Beitrag

  Radikale Schulreformen 2006-2016
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-26-2016, 03:28 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

2006 nahm das Volk den Bildungsartikel unter dem Schlagwort „Harmonisierung“ an, in der Meinung, damit würden nur Schulanfang und Bildungsziele angeglichen. Im gleichen Jahr begann ein kleines Projektteam von Experten für „Kompetenzorientierung“ mit der Ausarbeitung der Grundlagen für den Lehrplan 21. Im gleichen Jahr begann die Gemeinde Uetikon am See mit der Planung des „selbstgesteuerten Lernens“, damit die Schule im Dorf bleiben durfte. Alles Zufall? Honi soit qui mal y pense!

Natürlich wusste man damals noch nicht, dass „Harmonisierung“ eines von drei Zielen der Wirtschaftsorganisation OECD war, um den globalen Bildungsmarkt zu „öffnen“, mit der Vision, den Lehrer dereinst durch die gleichen Computerprogramme  weltweit zu ersetzen. Mit dem Pisa-Schock hatte die OECD bereits eine  weltweite Reformwelle in Gang gesetzt, bei der die traditionellen Bildungssysteme mit der OECD-Kompetenzorientierung ersetzt wurden, was allerdings im Pisa-Ranking zu einer Abwärtsspirale (Beispiel Finnland, Neuseeland usw.) führte, die immer weitere Reformen auslöst. Selbst heute weiss kaum jemand, dass die OECD-Kompetenzorientierung (nach Weinert) mit dem „selbstgesteuerten Lernen“  in den Grundlagen des Lehrplans 21 als die alleinige „zeitgemässe“ Methode verankert wurde. Damit werden Klassenunterricht, Methodenfreiheit und Lehrer durch das selbstgesteuerte, individuelle Lernen mit Computerprogrammen abgelöst.

Zehn Jahre später:
2016 ebnet die Schweizerische Lehrerdachorganisation LCH mit ihrem Leitfaden „Externe Bildungsfinanzierung“ den globalen Bildungskonzernen den Weg ins Klassenzimmer. Im Oktober 2016 kündigte die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka den „Digitalpakt#D“ an: 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Im „Gegenzug für die finanzielle Unterstützung“ werden Zugeständnisse eingefordert, die einen massiven Eingriff in das Berufsbild und das Selbstverständnis des Unterrichtens bedeuten. Lehrerinnen und Lehrer sollen z.B. für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht ausgebildet werden. Das verkürzt auf digitale statt allgemein „Medien im Unterricht“. Zugleich wird Digital- als Medientechnik im „Unterricht“ verpflichtend vorgeschrieben (siehe Analogie zum Lehrplan 21), was ein direkter Eingriff in die Lehr- und Methodenfreiheit der Lehrenden ist.

2016 sind bei den Lehrplan 21-„Versuchs“schulen wie der Sek Ossingen Lehrer und Klassenunterricht abgeschafft. „Lernbegleiter“ und „Lernende“ sitzen meistens vor  Computer und Tablet. Der isolierte digitale Monolog wirkt sich besonders verheerend auf die Sprachfächer aus. Im gleichen Jahr stürzt die Schweiz bei Pisa überall ab, 20% der Schulabgänger sind kaum mehr vermittelbar, weil ihnen Grundkenntnisse fehlen. Zufall oder schlechtes Omen?

Die neoliberale Ökonomisierung (Privatisierung) der Bildung ist in den letzten zehn Jahren weiter fortgeschritten: Die Umsätze des globalen Bildungsmarktes sollen von 4.5 Billionen im Jahr 2012 auf 6.4 Billionen USD im 2017 gesteigert werden.

Drucke diesen Beitrag

  „Selbstgesteuertes Lernen“ mit Lehrplan 21 – das Ende des Lehrerberufes!
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-23-2016, 04:07 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Seit 2007 wird an der Sekundarschule Uetikon am See mit dem umstrittenen „selbstgesteuerten Lernen“, als heimliche Versuchsschule für den Lehrplan 21, experimentiert. Mit der vom Kanton verordneten Umstellung auf sogenannte Vollzeiteinheiten (VZE) bekam die Sekundarschule Uetikon mit 140 Schüler plötzlich eine kritische Grösse. Die Gemeindebehörden hatten nur noch  die Wahl, die Schule zu schliessen (mit Nachbargemeinden zu fusionieren) oder sich auf das Experiment des „selbstgesteuerten Lernens“ einzulassen, wobei in letzterem Fall offenbar die VZE-Regel nicht mehr galt. Man hatte ihnen ein Modell versprochen, das Freude am Lernen und die Selbststeuerung des Lernens im Zentrum haben sollte und die Schüler optimal auf ihre künftige Tätigkeit in der Berufswelt oder weiterführenden Schulen vorbereiten würde.

Anfängliche Kritik von Eltern und erfahrenen Lehrern an dem radikalen Experiment, sollen Schulpflege und Schulleitung immer wieder mit dem Hinweis auf den angeblich veralteten «Frontalunterricht» begegnet sein. Während der Exodus Richtung Privatschule schon in vollem Gange war, wurde das umstrittene Experiment mit dem schülerzentrierten Unterricht» ausländischen Besuchern als grosser Erfolg vorgeführt.

Bereits nach zwei Jahren des Experimentierens, kam der Eklat. Im September 2009 gelangten betroffene Schulabgänger der Sek A in Uetikon an die Öffentlichkeit (Tages-Anzeiger vom 30. September 2009: Uetikon ZH - Schulabgänger kritisieren «selbstgesteuertes Lernen»). Sie beklagten sich, weil sie wegen dem wenig effizienten „selbstgesteuerten Lernen“ mit massiven Bildungsdefiziten ins Berufsleben starten mussten. Sie hätten in der Schule nichts mehr gelernt und seien von den Lehrern kaum mehr kontrolliert worden. Trotzdem erhielt die Problemschule Sek Uetikon am 2. Dezember 2009 den Förderpreis der Stiftung Mercator und wurde von der PH Zürich als „innovatives Schulprojekt zur „Nachahmung empfohlen. Im Sommer 2010 verliessen sechs Lehrpersonen sowie der Schulleiter die Sekundarschule Uetikon, darunter drei Lehrpersonen, die von Anfang an am Projekt «selbstgesteuertes Lernen» mitgearbeitet hatten.

Angehenden Lehrern wird an pädagogischen Hochschulen beigebracht, dass „guter“ Unterricht „selbstorganisiert“ und „altersdurchmischt“ sei.  Nach vorherrschender Lehrmeinung „vorbildliche“ Schulen wie Neftenbach, Uetikon, Niederhasli usw. werden regelmässig mit Preisen von Stiftungen ausländischer Konzerne überhäuft. Dies nicht etwa, weil die Schüler dort besonders gut wären, sondern weil die Juroren eigene «Beweise» konstruierten wie «offene, freundliche Gesichter» oder ein «angstfreies Klima». Dass Schüler und Eltern Streiks und Demonstrationen gegen das selbstorganisierte Lernen vom Zaun brachen oder Schüler scharenweise an Privatschulen wechseln, spielt bei den Ehrungen offensichtlich keine Rolle.

Nun soll das umstrittene „selbstgesteuerte Lernen“ mit dem Lehrplan 21 als „zeitgemässe“ „Lern“methode in der ganzen Deutschschweiz flächendeckend eingeführt und das bewährte Schweizer Bildungssystem samt Klassenunterricht und qualifizierten Lehrern - möglichst am Volk vorbei -  abgeschafft werden.

Es ist unverständlich, dass mehrheitlich linke und linksliberale Parteispitzen den Lehrplan 21 immer noch befürworten und damit ihre Lehrer – 80% sollen linksorientiert sein – im Stich lassen und das, obwohl rund 70% von 1200 Aargauer Lehrern von der Primar- bis zur Mittelstufe in einer Umfrage das „selbstgesteuerte Lernen“ - den zentralen Punkt bei der Lehrplan 21-Reform - klar abgelehnt haben.

Drucke diesen Beitrag

  PISA 2015 – traditionelle Bildungssysteme an der Weltspitze
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-14-2016, 02:38 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Während die asiatischen Länder mit ihren traditionellen Bildungssystemen weiterhin Weltspitze sind, stürzen die westlichen Länder, die ihr Bildungswesen auf die neoliberale „OECD-Kompetenzorientierung“ radikal umgebaut haben, seit Jahren beim  Pisa-Ranking immer weiter ab.  

Was ist das Geheimnis des schulischen Erfolgs der asiatischen Spitzenländer? Bei ihnen wird beim Lernen die Beziehungsorientierung hochgehalten. Sie streben eine breite Allgemeinbildung mit der Sozialform des Klassenunterrichts an, wo der Lehrer erklärt und die Schüler zusammenfassen. Dabei erfolgt die Integration verschiedener Meinungen. Gesunder Wettbewerb ist nicht verpönt. Schulische Leistungen bestehen primär darin, sich möglichst viel vom Wissen des Lehrers anzueignen. Systematisches Auswendiglernen und Verinnerlichen gilt als sehr wichtig. Dabei kommen Techniken des Memorierens zur Anwendung, bei denen eine möglichst umfassende Darstellung der Lehrinhalte, durch entsprechende Dokumentation zum Auswendiglernen angereichert wird. Als Persönlichkeitsideal gilt Bescheidenheit, soziale Verantwortung und Vertrauen, Selbstbeherrschung und Konflikttoleranz sowie Respekt und Höflichkeit. Autorität muss nicht weiter legitimiert werden. Die Lehrer haben in allen asiatischen Ländern traditionell ein hohes Ansehen.  Je mehr ein Lehrer weiss und weitergibt, desto mehr Achtung wird ihm gezollt.

Das sind alles Merkmale, die auch in der europäischen Bildungstradition bis in die 1990er Jahre einen hohen Stellenwert hatten. Die radikale Wende wurde von der 1961 gegründeten Wirtschaftsorganisation OECD eingeleitet, als dort die Chicagoer Schule mit ihrem Neoliberalismus Einzug hielt.  Obwohl die Chicago Boys von der blutigen Militärdiktatur in Chile in den 1970er Jahren freie Hand erhielten, alle staatlichen Institutionen inklusive Bildungswesen nach ihren neoliberalen Wirtschaftstheorien radikal umzubauen und für den globalen Markt zu privatisieren, scheiterten sie kläglich und hinterliessen einen Scherbenhaufen, vom dem sich Chile bis heute nicht erholt hat.  Selbst die grösste Weltwirtschaftskrise 2008 mit dem Scheitern der „Globalisierung“ hat nicht zu einem Umdenken bei der neoliberalen Ausrichtung der OECD auf die globalen Bildungskonzerne geführt, die diesen weltweite Umsätze von über 6000 Milliarden USD pro Jahr bringt.

Mit ihrer neoliberalen „Kompetenzorientierung“, die die OECD vom Psychologen Weinert 1999 „konstruieren“ liess, wird seither in einem OECD Land nach dem anderen das bewährte Bildungswesen samt Klassenunterricht und Lehrer abgeschafft. Der Klassenunterricht wird mit dem umstrittenen „selbstgesteuerten Lernen“ ersetzt, das einen Wissensabbau von mindestens 50% bringt und in den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ als die „moderne“  Methode propagiert wird. Bei einer kürzlichen Umfrage im Kanton Aargau lehnten rund 70% von 1200 aktiven Primar- bis Mittelstufenlehrer das „selbstgesteuerte Lernen“ ab.

„Vieles, was wir grossartig als „Globalisierung“ und „Anpassung an internationale Standards“ feiern, ist in Wirklichkeit Anpassung an den US-amerikanischen Provinzialismus.“ (G. Fröhlich: Evaluation wissenschaftlicher Leistungen. Schweizerische Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik, Bulletin 2/2006)


Zur Methode des Lehrplans 21, dem  „selbstgesteuerten Lernen“, siehe auch das Video => Ich lerne, was ich will!
https://www.youtube.com/watch?v=Y3nR8op9hNg

Drucke diesen Beitrag

  PISA-Absturz - Wissensabbau beim Lehrplan 21 gefährdet die direkte Demokratie
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-12-2016, 07:51 AM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Kürzlich hat der Medienpädagoge Thomas Merz von der Pädagogischen Hochschule (PH) Thurgau in verschiedenen Zeitung für die Medienbildung geworben, die neu im Lehrplan 21 als Pflichtstoff aufgenommen werden soll. Medienpädagoge Thomas Merz fürchtet, dass die Gesellschaft in ein Demokratiedefizit hineinläuft, wenn immer mehr Menschen bei Falschmeldungen („Fake News“) in den Medien nicht mehr zwischen wahr und falsch unterscheiden können. Eine Demokratie – und erst recht eine direkte Demokratie – sei auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass Bürgerinnen und Bürger informiert sind.

Interessant ist, dass Merz ein breites Grundwissen voraussetzt, damit man Zusammenhänge erst erkennen kann, Zitat: „Oft wird heute gesagt, wir müssten nichts mehr wissen – wir würden alles im Internet finden. Genau die notwendige Unterscheidung zwischen wahr und falsch ist aber ein wichtiger Grund, warum tragfähiges Grundwissen von zentraler Bedeutung ist: Ich kann fundierte Information nicht von völligen Falschmeldungen unterscheiden, wenn ich nicht über dieses verlässliche Grundwissen verfüge“.

Die  grundlegende Wissensvermittlung ist das zentrale Ziel, das die Lehrer beim bewährten Klassenunterricht anstreben. Wenn der Medienpädagoge nun meint, dass  auch der Lehrplan 21 diese Kriterien erfüllen könne, zeigt es sich, wie weit die PH-Dozenten bereits von der Schulpraxis entfernt sind. In den Pädagogischen Hochschulen wird den Studenten heute  im  Hinblick auf den Lehrplan 21 das pure Gegenteil vermittelt: die „Kompetenzorientierung“ mit den „selbstgesteuerten Lernen“, die der Psychologe Weinert 1999 für die Wirtschaftsorganisation OECD „konstruiert“ hat.

Beim „selbstgesteuerten Lernen“ brauchen die individuell lernenden Schüler mindestens doppelt so lange wie beim Klassenunterricht durch den Lehrer. Damit fällt mit dem Lehrplan 21 mindestens 50% des bisherigen Stoffes weg, Lernziele wie das kleine 1x1 werden in spätere "Zyklen" verschoben oder ganz  fallen gelassen. Als Ausrede für diesen massiven, heimlichen Bildungsabbau werden Lehrerstudenten und Öffentlichkeit so „informiert“, dass Wissensvermittlung heute nicht mehr zentral sei, weil die Schüler ja alles „googeln“ könnten.

Dazu kommt, dass mit dem neuen Pflichtstoff wie Medienbildung und IT und den umstrittenen Frühfremdsprachen noch weniger Zeit bleibt, um die mangelhaften Grundkenntnisse in Lesen und Deutsch zu verbessern. Gemäss Pisa 2015 fehlen diese bei 20% der 15jährigen in der Schweiz, die deshalb kaum mehr für den Arbeitsmarkt vermittelbar sind.  

Würde der Lehrplan 21 flächendeckend eingeführt, wäre mit einem weiteren massiven Pisa-Absturz zu rechnen, wie man das bei anderen Staaten, die auf die OECD-Kompetenzorientierung umgestellt haben - wie dem einstigen Spitzenreiter Finnland –, verfolgen kann.

Drucke diesen Beitrag

  Pisa und der heimliche „Wochenplan“
Geschrieben von: Schulpfleger - 12-07-2016, 03:46 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Enthusiastische Medienberichte über Pisa 2015 können nicht darüber hinweg täuschen, dass die Resultate durchwegs schlechter als bei Pisa 2012 ausgefallen sind und die Schweiz  von Rang 14 auf Rang 18 abgerutscht ist bzw. von anderen Nationen überholt wurde. Die dürftigen Erklärungen zu diesem Absturz sind nicht nachvollziehbar. Das Tabuthema Reformen als mögliche Ursache von Leistungsverschlechterungen wird hierzulande nicht berührt. Dabei zeigt der IQB-Ländervergleich 2015 in Deutschland, dass die besten Länder diejenigen mit am wenigsten Reformen sind: Mit seinen radikalen Schulreformen  („Gemeinschaftsschule“ mit OECD-Kompetenzorientierung nach Weinert) stürzte der frühere Spitzenreiter Baden-Württemberg völlig ab. Bis die Auswirkungen von Reformen sich auf das Pisa-Ranking auswirken, dauert es gemäss Bildungsexperten ungefähr 10 bis 15 Jahre, weil das bisherige Schulsystem wie beim ehemaligen Spitzenreiter Finnland noch positiv nachwirkt.

Ein möglicher Grund für die Pisa-Verschlechterung der Schweiz kann zum Beispiel die Einführung des „Wochenplans“ sein, der mit dem „selbstgesteuerten Lernen“ fast identisch ist, das gemäss den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ (Kompetenzorientierung nach Weinert) als „zeitgemässe Methode“ in der Deutschschweiz flächendeckend eingeführt werden soll. Die „Wochenplanschule“ wurde bei der Schule für Kunst und Sport in Zürich im Schuljahr 1989/90 erstmals eingeführt. In  der Öffentlichkeit ist nicht bekannt, in wie vielen Schulstuben mit dem „Wochenplan“ seither experimentiert wird, ob es je eine unabhängige wissenschaftliche Studie über dessen Auswirkungen gegeben hat und wieviel Stoff bei den betroffenen Schülern „unter den Tisch gefallen ist“. Weil der allein gelassene Schüler beim „selbstgesteuerten Lernen“ für seine Lösung jeweils das „Rad neu erfinden“ muss, dauert es rund doppelt so lange wie beim Klassenunterricht und es kann in der gleichen Zeit etwa 50% weniger Stoff, als beim bewährten Klassenunterricht gelernt werden.

Beim „Wochenplan“ wie beim „selbstgesteuerten Lernen“ erhalten die Schüler am Montag einen kurzen Input und Arbeitsblätter oder youtube-Anleitungen vom „Lernbegleiter“. Bis Ende Woche müssen die Schüler diese dann in einer individuell gewählten Reihenfolge, im eigenen Arbeitstempo, allein oder teilweise in Gruppen abarbeiten.  Die Hilfe des „Lernbegleiters“ soll von den Schülern möglichst wenig in Anspruch genommen und letztlich überflüssig werden.  Die Schüler kontrollieren die gelösten Aufgaben selbst, indem sie am Schluss jedes Kapitels ihr Wissen mit einem Test prüfen. Durch das individuelle Lerntempo wird die Lernstandschere ab dem ersten Schultag immer grösser, ein Klassenunterricht wird verunmöglicht und qualifizierte Lehrer, die alle Schüler gemeinsam unterrichten können, braucht es nicht mehr und werden auch nicht mehr ausgebildet. Klassengemeinschaften werden nicht mehr gebildet und die Vereinzelung nimmt zu. (Hermann J. Forneck: Versuchsschule K und S, Beiträge und Informationen zum K+S Schulversuch, Zürich 1990).

Länder, die die OECD-Kompetenzorientierung nach Weinert eingeführt haben, sind auch beim Pisa 2015 weiter abgestürzt und können sich kaum mehr erholen. Das dürfte auch der Deutschschweiz blühen, falls sie den kompetenzorientierten Lehrplan 21 flächendeckend einführt.

Drucke diesen Beitrag

  Kompetenzorientierung und Niedergang des Bildungswesens in OECD-Staaten
Geschrieben von: Schulpfleger - 11-21-2016, 02:39 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Gemäss den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ soll das bewährte Schweizer Bildungssystem auf die „Kompetenzorientierung“ (Definition Weinert) der OECD umgebaut werden (https://www.lehrplan.ch/sites/default/files/Grundlagenbericht.pdf).

Die 1961 gegründete Wirtschaftsorganisation OECD will mit der Kompetenzorientierung/-steuerung (Pisa) und dem „selbstgesteuerten Lernen“ den globalen Bildungsmarkt öffnen, der den Abbau der Souveränität der Staaten  zur Folge hat und 2017 über 6000 Milliarden USD Umsätze (Computer, Tablets, Software, fixfertige Unterrichtseinheiten, Testbatterien usw.) für die globalen Bildungskonzerne bringen soll.

Die Mitte der 1960er Jahren in den USA angestossenen Reformen und neuen Lehrpläne führten dort zu einem Niedergang des Bildungswesens, wovon vor allem die schwächeren Schüler betroffen waren. In den 1970er Jahren wurde das weltweit grösste Bildungsexperiment mit 100‘000 Schülern und 1 Milliarde Dollar durchgeführt, um die beste Methode zur Förderung der schwächeren Schüler herauszufinden. Obwohl alle Eliteuniversitäten beteiligt waren, erfüllte nur der „Direkte Unterricht“ (Klassenunterricht) eines Praxislehrers die vorgegebenen Verbesserungsziele in allen Fächern. Trotzdem wurden von den Bildungspolitikern die gescheiterten Methoden finanziell bevorzugt, weshalb sich das tiefe US-Bildungsniveau nie mehr erholt hat.

Inzwischen verabschiedet man sich in den  USA von den bislang als unverzichtbar gewerteten "Kompetenzkonstrukten". Die "Päpstin" der Kompetenzorientierung, Diane Ravitch, gesteht den Irrtum in ihrem neuesten Buch öffentlich ein.

Die Einführung „individualisierter“, „selbstgesteuerter“ Lernmethoden mit „Lernbegleitern“ und der Gesamtschule führte in den 1980er Jahren in Grossbritannien zu sinkenden Leistungen. 1993 machte der Erziehungsguru der Labour-Partei seine eigene Partei für jahrzehntelanges Versagen in der Schulbildung und in der Vermittlung von moralischen Werten sowie dem Imstichlassen von schwächeren Schülern verantwortlich.

1990 wurde in Finnland ein nationaler Lehrplan mit Kompetenzorientierung und Gesamtschule eingeführt. Man wollte eine Abkehr vom bisherigen leistungsfähigen Schulsystem, um „zeitgemässer“ zu werden. Dank dem Nachwirken des alten Schulsystems hatte Finnland bei den Pisa-Resultaten bis 2006 Spitzenplätze belegt. Als jedoch die bisherigen qualifizierten Lehrer mehrheitlich durch neu ausgebildete „Lernbegleiter“ abgelöst waren, stürzte das „Musterland“ bei Pisa 2009 förmlich ab und verlor über 25 Punkte, was einem ganzen Lernjahr entspricht. Inzwischen wendet sich Finnland von der Gesamtschulreform ab und führt wieder Sonderschulen ein.

Im Jahr 2000 führte Neuseeland einen neuen Lehrplan mit Kompetenzsteuerung nach dem Vorbild Grossbritanniens ein. Seit 2002 befinden sich die Pisa-Resultate Neuseelands im freien Fall. Waren 2001 noch 47 Prozent der 12 jährigen Schüler fähig, einfache Multiplikationen durchzuführen, waren es 2009 noch 37 Prozent!

2005 fand in Deutschland die Umstellung auf die Kompetenzorientierung statt. 10 Jahre später sieht die Bilanz für einige Bundesländer vernichtend aus, in vielen Fächern ist es zu einem drastischen Abbau von Fachwissen gekommen. Der ehemalige Spitzenreiter Baden-Württemberg stürzte beim IQB-Ländervergleich 2015 mit seiner "Gemeinschaftsschule" dramatisch ab. Länder mit wenig Reformen schneiden besser ab.

Bei einer flächendeckenden Umstellung auf die OECD-Kompetenzorientierung - wie mit dem  Lehrplan 21 vorgesehen - ist auch in der Schweiz ein drastischer Niedergang des Bildungswesens zu erwarten. Das bewährte Schweizer Bildungssystem darf nicht am Volk vorbei beerdigt werden!

Drucke diesen Beitrag

  Kompetenzsteuerung mittels konstruktivistischer Lehrmittel
Geschrieben von: Schulpfleger - 11-10-2016, 07:25 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

Zur „Kompetenzorientierung“ des Lehrplan 21 heisst es in den „Grundlagen für den Lehrplan 21“ der Erziehungsdirektorenkonferenz D-EDK: „Nach dem Pädagogen Franz E. Weinert umfassen Kompetenzen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen, über die Schülerinnen und Schüler verfügen müssen, um neuen Anforderungssituationen gewachsen zu sein“.

Dieses Konzept der „Kompetenzorientierung“ wurde in den 1990er Jahren von Weinert für  die OECD konstruiert und umfasst demzufolge nicht nur das traditionelle Lernen, sondern auch Verhaltensänderungen, die bisher Sache des Elternhauses waren. Die OECD machte sich schon 1961 für die Einflussnahme auf die Persönlichkeit der Kinder stark: „Diese jahrhundertealten Einstellungen zu verändern, ist vielleicht die schwerste, aber auch die vordringlichste Aufgabe der Erziehung“.

Diese „Kompetenzorientierung/-steuerung“ zielt nicht auf Selbständigkeit sondern auf unhinterfragte Anpassung an Vorgaben wie dem PISA-Ranking der OECD.

Die Kombination der «Kompetenzorientierung» mit dem «Konstruktivismus» im Lehrplan 21 erlaubt die gezielte Einflussnahme auf die Persönlichkeit der Schüler mittels der obligatorischen LP21-Lehrmittel. Das „selbstgesteuerte Lernen“ und die konstruktivistischen Lehrmittel drängen den «Lernbegleiter» förmlich aus dem Lernprozess hinaus, Lehrmittelzwang wird zum Methodenzwang.

Mit dem Projekt „Energiewende beginnt im Kindergarten“ soll das Bewusstsein für die Umsetzung „visionärer Ziele“ bereits bei Kindergartenkindern eingepflanzt werden (St. Galler Tagblatt vom 9. November 2016 http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/Energiewende-beginnt-im-Kindergarten;art120094,4816871#newest ). Eine wichtige Rolle zur Beeinflussung der Kinder spielt das Lehrmittel «Globi und die Energie» mit der bekannten Kinderbuchfigur, das in Zusammenarbeit mit dem Verein „Energietal Toggenburg“ entwickelt wurde. Allerdings ist die Idee nicht neu, schon im letzten Jahrhundert begann man den „neuen Menschen“ im Kindergarten zu formen.

Bei der vorgesehenen Einstellungsveränderung sind jedoch nicht nur die Kinder Zielpersonen, wie man einer Schulleiterarbeit zum Lehrplan 21 entnehmen kann. (https://www.eduzis.ch/documents/10/Kompetenzorientierung_Durch_Innovation_zur_Faszination.pdf) Dort heisst es: „Kompetenzorientierung greift direkt in das soziale System Schule ein“: «Der Bildungsraum wird pertubiert [ver/zerstört], das System verändert sich. Individuelle Wahrheiten der Eltern, Schülerinnen und Schülern, Schulpflegen, Schulleitungen und Lehrpersonen werden irritiert oder erschüttert und müssen neu konstruiert werden».

Dazu dienen offenbar auch Methoden des „Change-Management“. Das würde vor allem Lehrer, die das bewährte Schulsystem hochhalten, treffen. Ihnen könnte man mit dem Zaunpfahl winken und die Kündigung folgendermassen nahe legen: «Es braucht gegebenenfalls Personalveränderungen: Manchmal ist der einzige Weg, eine Kultur zu verändern, ein personeller Wechsel.» (http://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/Schulbehoerden-kaempfen-mit-allen-Mitteln;art123841,4817043)

Drucke diesen Beitrag

  Wer spricht noch die Sprache des Herzens?
Geschrieben von: Franz Josef Neffe - 11-01-2016, 05:39 PM - Forum: Sprachen in der Primarschule - Antworten (1)

Unterricht richtet nach unten und verhindert dadurch LERNEN.
Das gilt auch ganz besonders für das Lernen von Sprachen.
Warum haben wir alle bei der Mutter so gut die MUTTERSPRACHE gelernt?
Ganz einfach: Muttersprache ist Herzenssprache.
Und noch etwas ganz Entscheidendes:
Die Mutter macht es - ganz im Gegensatz zu unseren Lehrplanvollzugsangestellten - richtig: sie ruft jedes einzelne Wort aus dem Kind hervor.
Sie glaubt an das Kind.
Sie glaubt an seine Be-GABUNGEN.
Sie glaubt an seine Genialität.
Sie freut sich auf jede Kleinigkeit, die ihr Kind von sich zeigen wird.
Sie spricht ihm voller Liebe vor, was es aus ihm hören möchte.

Wie trost- und herzlos (und meist dazu auch noch hirnlos) ist da Pädagogik!
Die Lehrerin hat den exakt gegenteiligen dienstlichen Auftrag:
Sie muss a) das originale Wort und seine Kopie verwechseln und
b) die tote Kopie aus dem sog. Lehrplan in das lebendige Kind hineinbringen.
Logischerweise kann das nicht funktionieren, also wird DRUCK gemacht, um es doch noch hineinzubringen.
Dann geht es weiter a) mit mehr Druck oder b) päd. Überlistungsversuchen.
Dieser "Pädagogik" verdanken wir die Lawine an sogenannten Schulproblemen, die so gut wie alle eine Folge von UNTERRICHT sind - und die ständig weiter zunehmen.
Unterricht richtet nach unten.

Wenn wir Menschen miteinander sprechen, tun wir das immer auf zwei Ebenen in zwei Sprachen.
Wir sprechen zugleich a) deutsch und b) psychologisch.
Das ist Pädagogen allerdings völlig unbekannt.
Sie hören vor allem nie psychologisch.
Sonst könnten sie niemals DRUCK machen oder List anwenden, wenn sie keinen Erfolg haben.
Druck komprimiert Mensch + Problem - das ist das exakte Gegenteil von Lösung - wird aber dennoch unaufhörlich gemacht.
List - auch wenn wir diese Tricks Motivation nennen - lenkt das Problem nur um und ist auch alles andere als Lösung.

Ganz egal, ob das Kind nun Deutsch oder Englisch oder Französisch oder Russisch oder welche Sprache auch immer LERNEN soll,
LERNEN BEDEUTET: dem folgen, was SOG-Wirkung hat.
Durchgenommener Stoff hat allerseltenst SOG-Wirkung und dann auch nur kurzfristig.
Das lässt sich auch mit immer noch mehr materiellem Aufwand nicht erarbeiten.
Wir sollten innehalten  und umkehren und aus der Sackgasse zurückkehren.
Sprachen lassen sich nicht in Menschen hineinfüllen; sie müssen aus ihnen herauswachsen, damit der Mensch dabei mitwachsen kann.
In der neuen Ich-kann-Schule habe ich in den letzten 40 Jahren an konkreten praktischen Beispielen aufgezeigt, warum es nicht anders funktioniert.
Wer eine echte Lösung sucht, kann es sich anschauen auf Youtube und Facebook, auf meiner www.coue.org Site und an vielen anderen Stellen im Internet.
Ich wünsche allen, dass sie sich vom Leben das Leben zeigen lassen.
Franz Josef Neffe

Drucke diesen Beitrag

  Leserbrief von Max Knöpfel: "Für eine gute Schule"
Geschrieben von: Schulwart - 10-31-2016, 09:41 PM - Forum: Lehrplan 21 - Keine Antworten

«Für eine gute Schule»

Lehrerinnen und Lehrer an unserer Volksschule stehen unter Dauerbeschuss. Und sie geraten zunehmend unter Druck. Eltern, Bildungspolitiker und -behörden sowie das System der geleiteten Schule selbst – sie alle nehmen die Pädagogen an vorderster Front ins Visier. Mit unrealistischen Forderungen, permanenten Umwälzungsversuchen von bestehenden Strukturen und mit Lehrplänen, die in eine falsche Richtung zielen, verlangen sie von den Lehrkräften gleichsam übermenschliche Anstrengungen und Fähigkeiten.

Völlig zu Recht prangert Jürg Frick in seinem Gastkommentar (NZZ 5. 10. 16) an, dass von den Bildungsbehörden pausenlos neue Reformen und Projekte vom Stapel gelassen werden, und verweist dabei auch namentlich auf den Lehrplan 21. Mit dem Lehrplan 21 werden Klassenführung, Kohärenz und damit das Grundvertrauen der Lernenden zu ihren Lehrenden verloren gehen. Über die Einführung des Lehrplans 21 muss deshalb das Volk abstimmen können. Verantwortungsbewusste Stimmbürger mit gesundem Menschenverstand lassen keine Experimente auf dem Buckel der heranwachsenden Jugend zu.

Max Knöpfel, Pfäffikon ZH

Drucke diesen Beitrag