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Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin EDK scheut demokrat. Auseinandersetzung - Druckversion

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Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin EDK scheut demokrat. Auseinandersetzung - Lehrer - 01-21-2018

Bildungsdirektorin Steiner warnt an ihrer kürzlichen Pressekonferenz vor Kritikern und Andersdenkenden bezüglich des auf dem Amtsweg verordneten Lehrplans 21 und äussert die absurde Behauptung, die Stabilität der Schule sei in Gefahr, falls der Lehrplan nicht wie vorgesehen ab kommendem Schuljahr umgesetzt werde. Ist das alles, was sie anstelle von Sachargumenten den sehr wohl begründeten Vorbehalten zum umstrittenen Lehrplan 21 entgegenhalten kann? Wen soll denn das jetzt überzeugen? Frau Steiner behauptet, dank der Umgehung einer Volksabstimmung verhindere sie ein Zerreden, dass nicht ein Hüst und Hott im Bildungsbereich entstehe und nicht alles in der Schule auf den Kopf gestellt werde. Sie verschweigt (im Gegensatz zur Ihrer Vorgängerin Aeppli) aber grosszügig, dass in Tat und Wahrheit genau der vorgesehene Lehrplan 21 mit Abstand die einschneidendste und grösste je vorgenommene Umwälzung in der Geschichte der Zürcher Volksschule bringen und tatsächlich alles Bisherige ziemlich radikal auf den Kopf stellen wird!

Wenn Frau Steiner und ihr Umfeld so sicher sind, dass sie eine gute Vorlage kreiert haben: Wieso freut sich denn niemand von unseren Bildungsbehörden auf eine anständige und demokratiewürdige öffentliche Auseinandersetzung, wie es in unserer demokratischen Kultur bei wichtigen Vorlagen üblich ist, wo gute Sachargumente überzeugen sollen und wo mit einer ehrlichen Volksbefragung das betroffene und letztlich finanzierende Stimmvolk ernst genommen wird? Volksschule heisst nicht nur: Schule fürs Volk. Es heisst auch: Schule des Volkes! Es ist wichtig, dass wir gerade auch im Schulbereich und zum Wohle unserer Kinder mitbestimmen können. Darum jetzt erst recht am 4. März ein überzeugtes Ja in die Wahlurne einlegen zur Mitbestimmungsinitiative im Schulbereich!