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Appenzeller LP 21-Initiative zurückgezogen
#1
Lightbulb 
Vielleicht richtungsweisend - folgende kantonalen Zusicherungen haben Paul Bannwart bewogen, seine Initiative zurückzuziehen:


- Bei der geplanten Umsetzung wird weiterhin auf die Kultur, Tradition und die christlichen Grundsätze Rücksicht genommen.

- Es wurde versichert, dass selbstgesteuertes oder individualisiertes Lernen gegenüber anderen Lehrmethoden nicht bevorzugt wird.

- Es werden keine Lernlandschaften geschaffen, wo Kinder mit dem Computer alleine gelassen werden.

- Eine Veränderung der Rolle der Lehrpersonen in Richtung Lerncoach ist nicht vorgesehen. 

- Altersdurchmischtes Lernen ist kein Thema in Appenzell Innerrhoden. 

- Die Basisstufe als Ersatz für den Kindergarten war zu keinem Zeitpunkt vorgesehen.

- Das erste Kindergartenjahr bleibt freiwillig.

- Es wird weiterhin auf die zweite Fremdsprache an der Primarschule verzichtet. Das bedeutet auch in der Stundentafel mehr Raum und schränkt die Teilnahme an Vergleichstests ein.

- Gegenüber jährlichen Standardtests auf eidgenössischer Ebene verhält sich der Kanton zurückhaltend.



Ob Appenzell Innerrhoden fähig sein wird, seine Versprechungen langfristig zu halten, ist im Auge zu behalten.

Sollten dereinst sämtliche Spuren vom Netz verschwunden und die Versprechungen vergessen sein, haben wir diesem Thema zwei aktuelle Beiträge als Zeitzeugen im PDF-Format angehängt.

Was ist eure Meinung hierzu? Empfindet ihr proaktive kantonale Versprechungen als richtungsweisend oder als ausgefeilte Hinhaltetechnik, bis der Bund diese plattwalzt?


Angehängte Dateien
.pdf   Appenzeller_LP_21-Initiative_zurueckgezogen.pdf (Größe: 279.63 KB / Downloads: 4)
.pdf   Appenzell_Innerrhoden_fuehrt_radikale_Schulreformen_nicht_ein.pdf (Größe: 200.13 KB / Downloads: 4)
Antworten
#2
Der jetzigen Appenzeller Regierung glaube ich durchaus, dass man den Lehrplan 21 sehr zurückhaltend umsetzen und keine umstrittenen Neuerungen einführen wird.
Ob diese pragmatische Haltung aber reicht, um künftig allen Druckversuchen der EDK widerstehen zu können?
Das Festhalten an einer Fremdsprache in der Primarschule ist der erste Prüfstein.
dpa
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