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Fremdspracheninitiative – Harmonisierung findet auf der Sekundarstufe statt
#1
("Knacknuss Primarschul-Französisch", NZZ vom 21.4.2017)

Bei der Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache in der Primarschule», über die am 21. Mai abgestimmt wird, wird gebetsmühlenartig das Argument wiederholt, es brauche in allen Kantonen Frühfremdsprachen wegen der Harmonisierung. Eltern und Lehrer können schon lange beobachten, dass Oberstufenschüler, die keine Frühfremdsprachen hatten, den Vorsprung ihrer Mitschüler mit Frühfremdsprachen innert einem halben Jahr aufholen. Das wird nun auch von wissenschaftlichen Vergleichsstudie zwischen den Kantonen Aargau und Solothurn bestätigt, wo vier Jahre Frühenglisch auf der Oberstufe in einem halben Jahr aufgeholt wurden.

Folglich spielt es keine Rolle, ob man von einem Kanton mit einer oder zwei Frühfremdsprachen in einen Kanton umzieht, wo die Fremdsprachen nur auf der Oberstufe, dafür aber intensiv gelernt werden. Ob man nun mit Französisch oder Englisch auf der Primarstufe anfängt, ist ebenfalls „Hans was Heiri“, weil es keinen Langzeitvorteil gibt, der auf der Oberstufe nicht innert Kürze aufgeholt werden kann und das, dank dem erst auf dieser Stufe möglichen analytischen Lernen.

Ein JA zur Fremdspracheninitiative, macht Ressourcen auf der Primarstufe frei, die dringend für die Verbesserung der - von KMUs und Eltern angemahnten - miserablen Deutschkenntnisse (siehe Pisa 2012 und 2015) eingesetzt werden müssen. Ohne gute Deutschkenntnisse können weder Fremdsprachen noch MINT-Fächer erfolgreich gelernt werden.
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